Was ich leider immer wieder bei Tangotänzerinnen und Tangotänzern beobachte, sei es in unseren Kursen (zumindest am Anfang derselben), sei es bei Milongas, ist, dass sie sich unnötig das Tänzerleben schwer machen, weil sie die Grundlagen des Tangotanzens nicht beherrschen.
Das ist schade. Wenn man nämlich einmal die Grundlagen verstanden und ins Körpergedächtnis übernommen hat, ist Tangotanzen gar nicht so schwer. Zumindest wenn man nicht vorhat, in einer Tangoshow zu tanzen, sondern schlichtweg in einer Milonga als Amateur und Hobbytänzer Spaß haben und eine gefragte Tänzerin oder ein gefragter Tänzer werden will.
Warum das so ist, darüber habe ich heute, nach vielen Jahren Tangoerfahrung, zwei Erklärungen.
Zum einen gibt es wohl nach wie vor noch Tangolehrer, die aufgrund eigener Unkenntnis ihren Schülern diese Grundlagen nicht beibringen, sondern ihnen stattdessen völlig unsinnigerweise irgendwelche Figuren und komplizierte Schrittfolgen einbläuen.
Diese wissen daher also gar nicht, dass es diese Grundlagen gibt, die das Tanzen so viel einfacher machen würden, und fragen sich, warum sie in der Milonga immer Probleme haben.
Zu anderen gibt es sicher auch diejenigen, die glauben, dass Grundlagen unnötig seien und sie aus diesem Grund keine Zeit darauf „verschwenden“ bräuchten, dieselben zu lernen.
Bei den Tänzerinnen trifft, meiner Erfahrung nach, meistens Ersteres zu.
Niemand hat ihnen beispielsweise erklärt, wie sie die Schritte so ausführen, dass ihnen ihr Partner nicht auf die Füße treten kann.
Genauso wenig wie ihnen jemand gesagt hat, dass ihr Partner von ihnen Gegenenergie benötigt, weil sonst gemeinsames Tanzen nicht wirklich möglich ist (zumindest nicht beim Tango).
Bei den Herren gibt es zwar mehr, die in solider Selbstüberschätzung glauben, dass sie keine Grundlagen benötigten, und in dieser Meinung auch niemals wankelmütig werden.
Vor allem bei denjenigen, die sich selbst als Tango-Connaisseure bezeichnen, habe ich diese Beobachtung gemacht.
Die meisten Herren sind aber überrascht und erleichtert, wenn sie einmal festgestellt haben, wie einfach Tangotanzen sein kann, sobald man die leicht zu erlernenden Grundlagen zumindest einigermaßen beherrscht.
Natürlich gibt es auch Tänzer, die über die Grundlagen Bescheid wissen, bei denen diese aber im Getümmel der Milongas und beim Wunsch, immer noch mehr und kompliziertere Dinge zu tanzen, etwas in den Hintergrund gerutscht sind.
Man ärgert sich zum Beispiel darüber, dass irgendetwas nicht richtig funktioniert, hat aber nicht mehr im Kopf, dass es mit der richtigen aufrechten Haltung oder einer einladenden Körperdrehung einfach wäre.
Aus diesem Grund verwenden wir auch in jedem unserer Kurse ausreichend Zeit darauf, immer wieder an den Grundlagen zu arbeiten.
Und die positiven Rückmeldungen unserer Kursteilnehmer bestärken uns darin, dies auch weiterhin zu tun.

Im Getümmel der Milonga ist es wichtig, wenn man die Grundlagen beherrscht. Das ist nicht schwer, man muss davon nur mal gehört und sie ein wenig eingeübt haben. Dann macht Tangotanzen auch auf der gefüllten Tanzfläche Spaß.
Und wenn Ihr jetzt denkt, „der hat gut reden“, kann ich Euch versichern, dass es mir trotz jahrzehntelanger Tanzerfahrung genau so geht.
Auch ich muss immer wieder bewusst an den Grundlagen arbeiten, um mein Tanzen zu verbessern.
Aber es lohnt sich!
Wenn Ihr, ganz entspannt im Urlaub, Eure Tango Grundlagen wieder auffrischen wollt, könnt Ihr das natürlich gerne bei einem Tangokurs in La Rogaia tun.
Eine Übersicht über alle unsere Kurse findet Ihr hier.
Tangourlaub in der Villa La Rogaia 2026