Tango? Ein Lächeln aufs Gesicht der Dame zaubern

Tango? Ein Lächeln aufs Gesicht der Dame zaubern

Tango? Ein Lächeln aufs Gesicht der Dame zaubern

Was ist Tango? Ein Lächeln aufs Gesicht der Dame zaubern

Gehörst auch Du zu den Tangotänzern, die glauben, dass es wichtig wäre, beim Tango möglichst viele Figuren und Schrittfolgen zu beherrschen, und ihrer Tanzpartnerin damit zu imponieren.

Dann hör jetzt gut zu, denn Du machst Dir und Deiner Partnerin das Tangotanzen unnötig schwer.

Bedauerlicherweise leiden nämlich immer noch viele Tangotänzerinnen unter diesem Irrglauben ihrer Partner.

Tatsache ist, dass es fast keine Dame gibt, die sich beschwert, weil Du  beim Tango zuwenig Figuren machst, wenn Du nur schön mit der Musik tanzt.

Tatsache ist auch, dass es für die allermeisten Tangotänzerinnen, eine Qual ist, wenn der Tanzpartner nicht mit der Musik tanzt oder schlimmer noch, seine Dame als „Tanzsportgerät“ missbraucht.

Warum glauben dann immer noch viele Männer, dass sie beim Tango tanzen mit höchster Anstrengung ein Maximum an Figuren absolvieren müssen, egal ob sie diese beherrschen oder nicht?

Leider lernt man in den meisten Tanzschulen nicht wirklich die Musik zu hören, weil zum einen viele Tanzlehrer dies selbst nicht tun, und zum anderen oft fälschlicherweise angenommen wird, dass dies für den Anfang zu schwer sei.
(Das letztere ist ein weiterer Irrglauben, der Dir das Leben als Tangotänzer unnötig schwer macht.)

Lieber unterrichten sie Figuren, die man dann auswendig können soll.
Das erscheint vielen einfacher und außerdem kann man es leichter kategorisieren: Figur A bis  Figur G,2 ist dann der Sowieso Tangokurs (Tangonadel in Bronze:-), Figur G,3 bis Figur L,7 ist der Sowieso Tango Aufbaukurs (extra große Tangonadel in Silber :-), und so weiter…

Aber so funktioniert Tango nicht. Eine alte Tangoweisheit sagt über das Tango tanzen: “Zuerst die Musik mit ihrem Rhythmus und ihrer Melodie, als zweites das Gefühl, als drittes die Eleganz, als letztes die Figuren. So tanzt man Tango!”

Auswendig gelernte „Tango“ Figuren helfen beim Tangotanzen im realen Leben auf der Tanzfläche nicht weiter.

Natürlich wird Dir in jedem guten Tangokurs gesagt, dass man mit der Musik tanzen und Rücksicht auf die Tanzpartnerin nehmen soll.
Aber das reicht leider nicht, wenn dann im Kurs fast ausschließlich neue Figuren unterrichtet werden, während die Musik weitgehend vernachlässigt wird.

Das ist schade, denn das muss nicht sein. Tango mit der Musik zu tanzen ist nämlich gar nicht so schwer.

Keiner zwingt dich beim Tangotanzen, möglichst viele Figuren zu machen.

 

Leider setzen viele Tangotänzer jedoch sich selbst und damit auch ihre Tanzpartnerin oft unser Leistungsdruck und vergessen dabei, dass Tango tanzen Genuss und Spaß bringen soll und kann.

 

Wenn Du von Anfang an lernst auf die Tangomusik zu hören, und mit ihr zu tanzen, passiert nämlich in aller Regel das, was ein viel wichtigerer Gradmesser für die Qualität des Tanzens ist, als die Anzahl der absolvierten Figuren.
Auf dem Gesicht Deiner Dame erscheint das entspannte, verträumte Lächeln, das entsteht wenn ihr im Einklang mit der Musik Tango tanzt und die Dame sich in Deiner Umarmung völlig geborgen fühlt.

Dieses Lächeln auf das Gesicht der Dame zu zaubern sollte Dein wichtigstes Ziel sein wenn Du Tango tanzt.

Entspannt und in Harmonie mit der Musik und der Partnerin Tango tanzen.

Was ist eigentlich Milonga?

Wer anfängt, Tango Argentino zu tanzen, hört unweigerlich schon nach kurzer Zeit immer wieder den Begriff „Milonga“.

Milonga, schnelles, rhythmisches Spiel mit den Füßen

Milonga, schnelles, rhythmisches Spiel mit den Füßen. Keine Angst! Es ist nicht so schwer, wie man auf den ersten Blick meinen  könnte.

Da stellt sich die Frage, was ist eigentlich Milonga?

Da Milonga mehrere verschiedene Dinge bezeichnet, kann man, gerade als Tango Anfänger doch einigermaßen verwirrt werden.
Allerdings ist die Antwort nicht allzu schwer.

 

 

Ursprünglich war die Milonga eine Art der musikalischen Nachrichtenübermittlung.
Neuigkeiten wurden von fahrenden Sängern, den Pajadores, ähnlich den Bänkelsängern in Deutschland, weiterverbreitet. Die Lieder die sie dabei sangen wurden Milongas genannt.

Die Milonga ist aber auch ein Tanz, eine Vorläuferin des Tango Argentino, entstanden aus der Candombe, einem rituellen Tanz der afrikanischen Sklaven.

Zum Tango Argentino gehören nämlich nicht nur der Tango, sondern auch die Milonga und der Vals Cruzado oder Vals Criollo.

Vergleichbar ist die Milonga als Tanz mit der Polka, von der sie auch beeinflusst wurde (Einwanderer aus Mittel- und Osteuropa hatten die Polka in ihrem musikalischem Gepäck dabei). Sie ist normalerweise schneller, fröhlicher und man könnte sagen, erdiger als der Tango. Oft wird sie auch als die fröhliche Schwester des Tango bezeichnet.

Im Gegensatz zum Tango (zumindest bei Orchestern wie Di Sarli oder Pugliese), bei dem die Pause, das Innehalten während des Tanzens, ein wichtiges Gestaltungselement ist, ist bei der Milonga der Rhythmus durchgängig, treibend, ursprünglich im 2/4 Takt, später öfter im 4/4 Takt.

Beim Rhythmus der Milonga, muss ich immer an Gauchos denken, die auf ihren Pferden über die Pampa galoppieren: Dam dada dam dam, Dam dada dam dam :-)

 

Hier ein Beispiel für eine lustige Milonga, getanzt von Daniela Pucci und Luis Bianchi.

 

Es gibt zwei verschiedene Typen der Milonga.

Zum einen die Milonga Lisa, bei der normalerweise auf jeden betonten Taktschlag ein Schritt getanzt wird.

Zum anderen die „Milonga con Traspié“, bei der die Tänzer kleine, schnelle Schritte im verdoppelten Rhythmus tanzen (Zum Beispiel drei Schritte, wobei auch auf den unbetonten Taktschlag zwischen den zwei betonten Taktschlägen getanzt wird, was den Tanz natürlich schneller macht), das kann man entweder nur vorwärts, in der Tanzrichtung tanzen oder eine Bewegung in eine bestimmte Richtung antäuschen, um diese gleich wieder zurückzunehmen (Traspié).

Das tänzerische Spiel mit dem Rhythmus, das man auch auf kleinstem Raum machen, hilft, die Musik besser zu interpretieren und auch auf der vollen Tanzfläche noch interessant zu tanzen.

Auch wenn das jetzt für den einen oder anderen kompliziert klingen mag, ist es das nicht, weil man bei der Milonga dafür so gut wie keine komplizierten Figuren macht, sondern eher mit dem Rhythmus spielt.

Gut bei dieser Milonga von Roxana Suarez und Sebastian Achaval gibt es beides, aber die sind auch Klassetänzer, die man als normaler Milongabesucher zwar als Inspiration nehmen kann, mit denen man sich aber nicht vergleichen muss.

 

Auf einer Milonga werden sowohl Tango als auch Vals und Milonga getanzt.

Und damit sind wir schon bei den nächsten Bedeutungen des Wortes Milonga.

Milonga ist nicht nur der Name für den oben geschilderten Tanz, sondern auch der Name für eine, meistens regelmäßig stattfindende, Tangotanzveranstaltung.

Die altgedienten Tangotänzer in Buenos Aires, die seit vielen Jahren Tag für Tag, und/oder Nacht für Nacht, zum Tango tanzen, zu einer Milonga gehen, werden deshalb auch nicht etwa Tangueros genannt, sondern Milongueros.

 

Ja und noch eine weitere Bedeutung hat das Wort Milonga.

Es bezeichnet nämlich auch den Veranstaltungsort, an dem eine Milonga stattfindet.

Ursprünglich war eine Milonga der Ort, an dem die schwarzen Argentinier (das konnten sowohl Sklaven als auch Freie sein) sich trafen um zu tanzen.

Man kann also als Tangotänzer in eine Milonga zu einer Milonga gehen und dort Milonga tanzen, – aber eben vor allem auch Tango.
Die Milonga ist untrennbar mit dem Tango verbunden, so wie zum Wiener Walzer auch untrennbar die Polka gehört.

Milonga zu tanzen macht wirklich Spaß, und ist nicht schwer.

Ich höre immer wieder, dass man Milonga erst tanzen könne, wenn man bereits eine Weile Tanzerfahrung mit dem langsameren Tango habe.
Ihr wird dann oft der Nimbus des Schweren, für Anfänger Ungeeigneten angehängt.

Ich halte das für ausgemachten Quatsch.
Ich habe von Anfang an, selbst als blutiger Anfänger gerne Milonga getanzt. Meistens fand ich das sogar leichter als Tango tanzen.
Klar, die Milonga hat einen anderen Charakter als der Tango. Aber wenn man das weiß, ist sie nicht schwer zu lernen.
Wenn Ihr Tango tanzen wollt, solltet Ihr unbedingt auch Milonga lernen, damit Ihr bei einer Milongatanda nicht frustriert die Tanzfläche verlassen müsst, weil – „ …wir Milonga noch nicht gelernt haben…“.

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Wie Tango tanzen uns helfen kann, unsere Sozialkompetenz zu erweitern, und mit anderen Menschen besser klarzukommen.

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Wie Tango tanzen uns helfen kann, unsere Sozialkompetenz zu erweitern, und mit anderen Menschen besser klarzukommen.

 

Tango ist ein sozialer Tanz, ein Tanz der Gemeinschaft aller Tänzer auf der Tanzfläche. Wer das weiß und respektiert hat beste Chancen, seine soziale Kompetenz zu stärken.

Tango ist ein sozialer Tanz, ein Tanz der Gemeinschaft aller Tänzer auf der Tanzfläche. Kein Tanz für Einzelkämpfer. Gut für unsere Sozialkompetenz.

Wenn Ihr nichts über Tango Argentino wisst, außer den bekannten Klischees, die viele Leute im Kopf haben, wenn sie an Tango denken, fragt Ihr Euch vielleicht „Von was um Himmels Willen redet der da eigentlich?“

Nun, die Sache ist folgende…

Vielleicht kennt Ihr Tango aus irgend einem Film, in dem obskure Gestalten auf schummrigen Tanzflächen seltsame Bewegungen vollführen, und dabei Unmengen von Rosen zerkauen.

Vielleicht habt Ihr Euch Eure Meinung über Tango gebildet, nachdem Ihr bei einem Standard Tanzturnier zugeschaut habt – eingefrorenes Lächeln, zackige Bewegungen, Köpfe bei jedem Schritt völlig unnatürlich verdreht…

Möglicherweise wart Ihr bei einer Tangoshow, spektakulär, technisch brillant, sinnlich und höchstwahrscheinlich sehr beeindruckend.

Aber was hat das alles mit sozialer Kompetenz zu tun?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zurück zu den Wurzeln des Tango gehen.

Der Tango entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires und Montevideo.

Einwanderer aus der ganzen Welt kamen zum Rio de la Plata, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Zur selben Zeit kamen aber auch viele einheimische Argentinier und Uruguayer vom Land in die großen Städte Buenos Aires und Montevideo.

Sie hatten ihre Arbeitsplätze auf den großen Haziendas, den Rinderfarmen von der Größe kleiner Königreiche verloren, und suchten Arbeit in der Stadt..

Da beide Gruppen um Arbeitsplätze, ein Dach über dem Kopf und oft sogar das bloße Überleben miteinander konkurrierten, waren soziale Spannungen unvermeidlich.

Andererseits war dieser Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen die Wiege für einen der erfolgreichsten Musikstile und Tänze, den Tango.

Tango war zu seiner Entstehungszeit ein „Baile social“, ein Tanz in der Gemeinschaft (und der echte Tango Argentino ist das bis heute geblieben), ein sozialer Tanz, der von den einfachen Leuten, Handwerkern, Arbeitern, kleinen Kaufleuten aber auch von den vielen in der Stadt gestrandeten Menschen getanzt wurde…

Tango wurde in den verschiedenen Stadtvierteln unterschiedlich getanzt, je nach der Herkunft der Bewohner des jeweiligen Viertels und ihrer musikalischen Traditionen.

Um aber zusammen tanzen zu können, mussten sich alle Tänzer auf einen gemeinsamen Kodex verständigen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Kodex, der unter wirklich guten Tangotänzern bis heute gilt, war der gegenseitige Respekt, und damit verbunden die Einhaltung gewisser Formen.

Obwohl es natürlich schon immer mehr oder weniger begabte Tänzer gab, und gute Tänzer durchaus Beachtung und Bewunderung ernteten, war für die richtigen Milongueros nicht das Wichtigste, um jeden Preis aufzufallen, und zu zeigen, was für ein toller Tänzer man wahr.

Viel wichtiger war es, in Harmonie in der „Ronda“, der Runde aller Tänzer auf der Tanzfläche, zu tanzen.

Niemand hätte es gewagt, absichtlich den Tanz eines Anderen zu stören, ganz zu schweigen davon, einen anderen Tänzer zu treten oder anzurempeln.

Wenn Du als guter Tänzer gelten wolltest, musstest Du Wege finden, besser zu tanzen und dabei in der Harmonie der „Ronda“ zu bleiben,

Tangotänzer mussten lernen, sich beständig mit dem Fluß der Musik in der Tanzrichtung zu bewegen, in Harmonie mit allen anderen Tänzern, anstatt sich um jedes kleine Stückchen der Tanzfläche zu streiten.

Angesichts der Tatsache, dass Tango nicht nur ein Zeitvertreib war, sondern für die Milongueros und Milongueras zu einem kompletten Lebensstil wurde, entwickelten diese, zumindest was das Tango tanzen anging, eine starke soziale Kompetenz.

Ein Aspekt von dem wir sicherlich lernen können.

Auf der Tanzfläche (Und das wäre manchmal bitter nötig) aber auch außerhalb.

 

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Im Juni 2012 kommen Fabiàn Salas und seine Partnerin Lola Diaz wieder nach La Rogaia.

La Rogaia gehört zu den wenigen Orten in Europa, an denen Fabiàn Salas einen Workshop gibt.

Eine einzigartige Gelegenheit, Tango Nuevo direkt bei einem seiner Begründer zu lernen. Fabiàn Salas:

Manchmal, wenn man von einem der großen Meister des Tango spricht, hält man es für völlig selbstverständlich, daß jeder schon alles über ihn weiß.

Vielleicht ist  es aber dennoch sinnvoll ein wenig über Fabiàn Salas zu erzählen .

Während seiner Blütezeit, im “Goldenen Zeitalter” des argentinischen Tango wurde der Tango überall in Buenos Aires getanzt und man lernte Tangotanzen von den Eltern oder anderen Tänzern aus dem Viertel. Das war ganz natürlich, jeder schaute sich etwas von den guten Tänzern ab und übte dann. Gelegenheiten dazu gab es reichlich. Über Didaktik musste keiner nachdenken.

Anfang der 80ziger Jahre, nach dem Ende der Diktatur in Argentinien, hat sich das völlig geändert. Der Tango ist weitgehend verschwunden.  Es gibt nur mehr wenige Tänzer, die noch die “Goldene Ära“ des Tango miterlebt haben, und ihr Wissen weitergeben können. Die meisten davon sind ausgezeichnete Tänzer, haben sich aber nur wenig oder gar keine Gedanken darüber gemacht, wie man Tango unterrichten könnte.

Eine Gruppe junger Tänzer um Fabiàn Salas und Gustavo Naveira versucht nun herauszufinden, wie die alten Milongueros tanzten, besser zu verstehen, wie die Bewegungsabläufe funktionierten und entwickelt daraus erstmals eine neue, didaktisch fundierte Lehrmethode, die großen Einfluß auf fast alle heutigen Tänzer hat, unabhängig davon, ob sie traditionellen Tango oder Tango Nuevo tanzen.

Aber sie gehen noch weiter. Mit ihrer profunden Kenntnis um die Dynamik des Tanzes und seiner Bewegungsmöglichkeiten brechen sie mit alten, manchmal erstarrten Konventionen und entwickeln eine neue Weise Tango zu tanzen, – offener, dynamischer und zu modernerer Tangomusik, beispielsweise von Astor Piazzola, die bis dahin als nicht tanzbar empfunden wurde.

Weltbekannt wird Fabiàn Salas  als einer der Hauptdarsteller des Tango Kultfilms “The Tango Lesson”   von Sally Potter, zusammen mit Gustavo Naveira und Pablo Veron und als Begründer und Organisator der CITA, des wichtigsten Tangofestivals weltweit.

In einer kleinen, intimen Gruppe von nur neun Paaren mit Fabiàn Salas zu lernen ist mehr als nur einfach Unterricht. Es ist ein Privileg, dass man nicht jeden Tag geboten bekommt.

Lola Díaz:

Lola Díaz tanzt seit ihrem 5. Lebensjahr und hat eine Ausbildung in klassischem und modernem Ballett genossen. Bis 2002 tanzte sie als Ballerina im Ensemble des Teatro Colon in Buenos Aires. Als Tangotänzerin hat sie mit Pablo Veròn und seit 2009 mit Fabian Salas gearbeitet und unterrichtet.

Im Gegensatz zu manch anderen Partnerinnen berühmter Tangotänzer ist Lola Díaz nicht nur eine hervorragende Tänzerin, sondern auch eine ausgezeichnete Tangolehrerin

Wollt Ihr beim Tangotanzen deutlich spürbar besser werden?

Falls Ihr selber Tangolehrer seid. – Wollt Ihr Fabiàn Salas einmaliges Unterrichtskonzept kennenlernen und Euren eigenen Tangoschülern den bestmöglichen Unterricht bieten?

Wollt Ihr Fabiàn Salas und Lola Díaz nicht nur von weitem in einer überfüllten Sporthalle bei einem großen Festival sehen, sondern direkt und aus nächster Nähe mit ihnen arbeiten?

Wollt Ihr Unterricht bei Fabiàn Salas und Lola Díaz in einer kleinen Gruppe, fast wie in einer Privatstunde aber zu einem Bruchteil des Preises, den Ihr für privaten Unterricht bei absoluten Top- Tangolehrern

Dann ist dieser Workshop für Euch ein absolutes  Muß.

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Warum Ihr beim Tango tanzen lachen solltet (oder zumindest lächeln)

Warum Ihr beim Tango tanzen lachen solltet (oder zumindest lächeln)

Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich besser Tango tanzen kann, wenn ich lache (zumindest innerlich), habe ich mich natürlich, neugierig wie ich bin, gefragt, was da passiert.

Tango Kurs, Lachen hilft beim Tangotanzen

Mein kleiner, nein, heute mein lustiger Tangokurs. Echt! Lachen hilft beim Tangotanzen. Foto: Rogaia

Letztlich ist die Antwort gar nicht so schwer.
Lachen entspannt und tut gut.

Und wenn wir entspannt und guter Stimmung sind, bewegen wir uns natürlich viel lockerer.
Alles fällt uns leichter, natürlich auch das Tango tanzen.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum uns Lachen hilft besser Tango zu tanzen, und der hat mit unserer Tanzhaltung zu tun.

Macht dazu doch einfach folgendes kleines Experiment:

Stellt Euch hin und zieht Euren Kopf zwischen Eure Schultern.

So richtig schön Schultern angespannt und den Kopf geduckt, als wolltet Ihr vor einem Schlag in Deckung gehen.
Wenn Ihr wollt, lasst den Kopf auch einfach hängen, als wärt Ihr erschöpft oder tief deprimiert.
So, und jetzt probiert in dieser Haltung zu lachen. Nicht nur ein bisschen, sondern so richtig aus vollem Herzen, laut, beschwingt…

Ich weiß nicht, wie es Euch dabei geht, aber ich schaff das nicht.

Schon nach wenigen Augenblicken kommt mir das so absurd, so lächerlich vor, dass ich anfangen muss über mich zu lachen.

Aber nicht mit eingezogenem Kopf.

Ich kann gar nicht anders, ich muss mich aufrichten zum Lachen, Kopf nach oben, atme tief ein, schleudere die Arme nach hinten…
Wenn ich dann schließlich Luft schnappen muss und aufhöre zu lachen, entspannt aber immer noch mit aufrechtem Körper, stelle ich fest, dass ich ganz von selber in einer guten, entspannten Tanzhaltung dastehe.
Kopf und Körper aufgerichtet, die Schultern entspannt, innerlich noch lachend und bereit für eine Umarmung.
Seit ich dass weiß, wende ich den „Trick“ mit dem Lachen immer wieder auch beim Tango tanzen an.
Natürlich geht es auch mir immer wieder mal so, dass beim Tanzen mein Kopf nach unten wandert und mein Körper zusammensinkt, gerade wenn ich mit einer etwas kleineren Dame tanze oder versuche, mich sehr auf die Musik zu konzentrieren..
Wenn ich mich dabei ertappe, schalte ich jetzt bewusst mein innerliches Lachen an.
Und siehe da, mein Kopf geht nach oben. Auch mein Körper richtet sich auf. Ich atme tief durch und stehe wieder in guter Tanzhaltung da.

 

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Kann man Tango tanzen, ohne einer bestimmten, auswendig gelernten Schrittkombination zu folgen? Aber selbstverständlich! Man kann es nicht nur, beim Tangotanzen in der Milnga muß man das dauernd.

Klar, als ich angefangen habe Tango zu lernen, haben mir meine ersten Tangolehrer auch den sogenannten „Grundschritt“ beigebracht. Damals, in den Anfängen des Tango Argentino in Deutschland machten das fast alle so.
Soweit mir bekannt ist, hatte kurz zuvor Antonio Todaro, damals einer der berkanntesten Bühnentänzer, als er in Europa unterrichtete, diese Methode eingeführt, weil er (und möglicherweise viele andere Argentinier) glaubte, dass die Europäer unfähig seien, den Tango auf andere Weise zu lernen.
Warum er davon ausging, dass dies eine gute Methode sei, kann ich nicht wirklich nachvollziehen..

Argentinischer Tango ist ein völlig improvisierter Tanz, was alle Tangolehrer, die ich kenne, auch sofort und immer wieder bestätigen.

Natürlich fällt an dieser Stelle jedem Tangotänzer auf,  dass es hier einen Widerspruch gibt. Wie kann ein Tanz, der von Anfang bis Ende völlig improvisiert sein soll, auf einer festgelegten Schrittfolge, einer Mini Choreographie basieren? Nichts anderes ist nämlich der sogenannte Grundschritt.

Gut, das ist eine sehr fundamentale Frage und man könnte gelassen darüber hinweggehen, wenn der sogenannte Grundschritt nicht eine ganze Reihe negativer Auswirkungen hätte.

In der Praxis ist es doch so, dass die meisten Tangotänzer, die den sogenannten „Paso di Base“  gelernt haben, zumindest für lange Zeit nichts anderes tanzen können, als eben diese auswendig gelernte Schrittsequenz und deshalb auf der Tanzfläche dauernd in Schwierigkeiten kommen.

Warum das so ist? Die Antworten darauf sind einfach.

Zum einen sind beim Tango tanzen auf der Tanzfläche meistens viele andere Tänzer, die auf wundersame Weise immer im Weg stehen, wenn man gerade seinen Grundschritt oder sonstige vorfabrizierte Schritte machen will.

Die Folgen daraus sind Zusammenstöße mit anderen Tänzern, Ärger und Frust, weil man einfach nie richtig zum Tanzen kommt und schließlich bei vielen der endgültige, entnervte Rückzug von der Tanzfläche.

Zum anderen verschwenden die Tänzer, die als erstes den  sogenannten Tango Grundschritt lernen, Zeit damit, eine bestimmte, letztlich unnötige Schrittfolge einzuüben, anstatt sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren.

 

Was ist also wichtig beim Tango?
Um das zu beantworten kann man einige einfache Fragen stellen.

  1. Kann man Tango tanzen ohne auf die Musik zu achten?       Ein klares Nein
  2. Kann man Tango tanzen, ohne auf seinen Partner zu achten? Auch hier ein klares Nein
  3. Kann man Tango tanzen, ohne auf die anderen Paare im Saal zu achten?  Wenn man nicht dauernd Ärger haben will, natürlich nicht   
  4. Kann man Tango tanzen, ohne einer bestimmten, auswendig gelernten Schrittkombination zu folgen? Aber selbstverständlich!

 

Wenn man sich aber auf den sogenannten Grundschritt konzentriert passiert folgendes:

  • Die meisten Anfänger sind so beschäftigt damit, die Schrittfolge einzuüben, dass sie sich meistens nicht mehr auf die Musik des Tango konzentrieren können und tanzen völlig unabhängig von der Musik (freundlich ausgedrückt). Tango ist das dann natürlich nicht mehr.

 

  • Da man sich ja vorab auf ein bestimmtes Schrittmuster geeinigt hat, welches beide Tanzpartner im Prinzip auch unabhängig voneinander auswendig tanzen könnten, legt man keinen Wert mehr auf den Kontakt innerhalb des Paares

 

  • Leider ist es so, dass viele Lehrer, die offensichtlich selber keine Ahnung haben, ihren Schülern gar nicht vermitteln, wie man zusammen tanzt, mit seinem Körper Einladungen vermittelt oder spürt, was der Partner will.
    In der Folge heißt das, dass die Damen, oder wer auch immer die Damenrolle übernimmt, wie eine mechanische Puppe auf Knopfdruck eingeübte Figuren ausführen, egal ob sie geführt wurden oder nicht.

 

  • Die Herren, die nie gelernt haben, ihre Tanzpartnerinnen zu führen (oder besser, zu einem Schritt, einer Bewegung zu verführen) ziehen und zerren an den Damen (oder tun frustriert gar nichts mehr) und sind verärgert oder frustriert, wenn diese nicht tun, was von ihnen verlangt wird.
    Kurz, eines der wichtigsten Dinge im Tango, die Kommunikation zwischen den Tanzpartnern geht verloren.

 

  • Wenn man nie gelernt hat frei und improvisiert mit der Musik Tango zu tanzen, sondern stattdessen nur eine bestimmte Schrittfolge tanzt (im schlimmsten Fall noch gegen die Tanzrichtung) ist der Ärger mit den anderen Paaren vorprogrammiert.

 

  • Eine der schönsten Erfahrungen im Tango, das gemeinsame Tanzen in der Ronda, dem harmonischen Tanzfluss aller Tänzer auf der Tanzfläche, wird damit erschwert und meistens unmöglich gemacht.

Also, mein Appell an alle Tangotänzerinnen und Tangotänzer (und natürlich an alle Tangolehrer):
Vergesst den Grundschritt, konzentriert Euch  auf die wirklich wichtigen Dinge und fangt an zu tanzen!

Dann kann Tango zu einem magischen Erlebnis werden.

 

Wollt Ihr mehr über die magischen Momente des Tango wissen?  .

 

Unterricht in der Kleingruppe, oder stellt euch einmal vor, ihr wärt Tangolehrer

Tangokurs Tangounterricht in entspannter Atmosphäre in der Kleingruppe

Tangokurs in entspannter Atmosphäre in der Kleingruppe bietet den Teilnehmern eine Reihe von Vorteilen für ihren Tangounterricht

Es ist offensichtlich, dass Kurse in einer kleinen Gruppe immer eine Reihe von Vorteilen für die Teilnehmer haben.

Die Kursleiter haben genügend Zeit, sich um jeden einzelnen Teilnehmer zu kümmern. Sie können individuell auf euch ganz persönlich eingehen.

So weit so gut…

 

 

Aber was bedeutet das eigentlich für Euch als Kursteilnehmer?

Stellt Euch doch einfach einmal vor, Ihr wärt nicht Kursteilnehmer sondern Tangolehrer. Stellt euch vor, ihr wärt auf einem  großen Festival und würdet dort unterrichten.

Morgens von 9.30  bis 11.00 Uhr vielleicht Tango Mittelstufe, dann den Tango- Intensivkurs mit Sacadas. Ab 14.00 Uhr dann Vals für Anfänger und ab 16.00 Vals für Mittelstufe mit Giros, ab 18.00 Uhr Milonga Traspié bis …

Und so weiter, und so weiter…

Dies alles für zwei, drei Tage mit immer wieder wechselnden Teilnehmern, von denen Ihr einen guten Teil maximal einmal in eurem Kurs zu Gesicht bekommt.

Nehmen wir an, dass ihr  gute Tangolehrer seid, engagiert und noch nicht von den vielen neuen Gesichtern und dem Festivalbetrieb abgestumpft. Glaubt ihr, dass ihr trotzdem all den Kursteilnehmern, die in eure Workshops kommen gerecht werden könnt?

Glaubt ihr als Kursteilnehmer, dass ein Kursleiter, der sich bei einer Großveranstaltung jeden Tag auf immer wieder  neue Menschen, mit ihren ganz persönlichen Erwartungen, ihren kleinen und großen Problemen und den Unterschieden im Tanzniveau einstellen muss, wirklich jedem bestmöglich gerecht werden kann, selbst wenn er oder sie sich größte Mühe gibt?

Und was ist nach dem Kurs? Haben die Kursleiter noch Zeit und Energie, mit euch zu sprechen, Fragen zu beantworten, die euch nach Ende des Workshops noch einfallen, während die Teilnehmer der nächsten Gruppe schon ungeduldig warten…?

Ich war bei vielen Tangofestivals und kenne viele Tangolehrer persönlich.

Deshalb weiß ich, dass die Kursleiter oft nach einem Kurstag so geschafft sind, dass sie nur mehr ihre Ruhe haben wollen und schnell verschwunden sind.

Oft schaffen sie es gerade noch, während der abendlichen Milongas, im Lauf des späteren Abends, am Kursleitertisch freundliche Miene zu machen, weil sie dazu verpflichtet sind.

Was würdet ihr sagen, ist dagegen der größte Vorteil, den euch ein Kurs in La Rogaia bietet.

  • Die viele Zeit, die ihr zur Verfügung habt?
  • Die Tatsache, dass sich eure Kursleiter eine ganze Woche lang auf euch einstellen können?
  • Dass eure Kursleiter genügend Zeit haben, Ihre Schwächen und Stärken zu erkennen und euch so optimal helfen können, besser zu tanzen?
  • Dass nach dem Kurs nicht schon die nächste Gruppe auf eure Kursleiter wartet, und dise deshalb noch Zeit haben, Fragen zu beantworten, oder einen Schritt, einen Bewegungsablauf noch einmal vorzumachen?
  • Dass ihr die Kursleiter auch außerhalb der Kurszeiten, am Pool oder beim Essen sehen und euch mit Ihnen unterhalten könnt?

Was meint ihr, lernt ihr in dieser familiären, entspannten Atmosphäre angenehmer, schneller und stressfreier?

Wir glauben schon. Und ihr…

Höchststrafe für notorische „Handhochhalter“

Man sieht ihn auf jeder Milonga, jedem Tangoball, jeder Practica. Mal verbiegt er seiner Tanzpartnerin völlig das Handgelenk, mal zieht er „nur“ ihren Arm samt daran hängender Dame bis unter die Saaldecke. Die Dame erträgt es meistens mit still leidendem Lächeln. Man, nein Frau, ist ja froh, dass sie überhaupt einen Tänzer gefunden hat.

„Natürlich“ bemerkt er nicht, das seine Tanzpartnerin in einer, freundlich ausgedrückt,  höchst ungemütlichen Haltung an ihm hängt. Der Arm völlig unnatürlich hochgereckt, die Achse mehr oder weniger stark verbogen, und ohne wirkliche Bewegungsfreiheit, es sei denn, sie hätte eine Wirbelsäule aus Gummi…

Was der „Handhochhalter“ macht, wenn er nicht gerade Tango tanzt? Darüber kann man nur spekulieren.

Ich habe da manchmal die Fantasie, dass er Reiseleiter ist, tagein, tagaus mit dem Regenschirm in der hochgestreckten Hand vor einer japanischen (oder woher auch immer) Reisegruppe hereilend „Follow me pleeease!“…

DIE Bewegung ist natürlich schwer wegzukriegen (Ein Tipp: Gewöhnt euch daran, den Schirm in die rechte Hand zu nehmen. Die MUSS ja unten bleiben.)

Bei manchen, die das „Handhochhalten“ genüsslich, mit leicht sadistischer Freude zu zelebrieren scheinen, denke ich auch immer wieder an einen Robbendompteur. Roher Fisch in die Hand, Hand hochgestreckt „und jetzt spring und hol Dir den Fisch!“

Hallo „Handhochhalter“! Seht ihr nicht, dass eure seltsame Angewohnheit für eure Tanzpartnerin unbequem ist und die Freude am Tanzen stark beeinträchtigt?

Und ob es elegant aussieht, darüber kann man zumindest geteilter Meinung sein.

Also, passt Euch an Eure Partnerin an. Eure Hand gehört maximal auf Schulterhöhe der Dame (darunter schadet auch nicht). Die Dame soll sich wohlfühlen und sich entspannt und locker bewegen können.

Und, auch wenn ihr´s jetzt noch nicht glaubt, auch ihr tanzt entspannter wenn eure Hand sich nicht permanent auf Glühbirnenhöhe befindet. Solange ihr nämlich eure Tanzpartnerin blockiert, blockiert ihr auch euch selbst.

Probiert es aus, lasst euren linken Arm unten (Schulterhöhe der Dame) und seht wie es geht.

Für alle uneinsichtigen „Handhochhalter“ schlage ich dagegen folgende „Höchststrafe“ vor.

Zwei Monate tanzen als Dame, mit einem anderen notorischen „Handhochhalter“, der mindestens einen Kopf größer ist.

Vier Monate für diejenigen, die ihren Tanzpartnerinnen dabei auch noch das Handgelenk verdrehen.

 

P.S. Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen von der Regel.

Wenn Eure Tanzpartnerin deutlich größer ist, dürft ihr natürlich euren Arm nach oben strecken. Aber, wie gesagt, Schulterhöhe!

Und durchaus auch bei der dramatischen Abschlusspose.

Da muss sich aber auch keiner von euch mehr bewegen:-).

 

Der Trick mit dem linken Arm

Der Trick mit dem linken Arm

Viele argentinische Tangotänzer, vor allem die, die sich eher als traditionell verstehen, legen großen Wert darauf, dass der linke Arm des Herrn in einer sehr festen Position, um nicht zu sagen starr gehalten wird, um „der  Dame Halt zu geben“.

Das mag gut aussehen und ich will nicht behaupten, dass es falsch ist, vorausgesetzt dass der Herr sich an die Schulterhöhe der Dame anpasst und nicht ihren Arm unnötig und unbequem hochreißt.

Allerdings braucht eine Dame, die gelernt hat, in ihrer eigenen Achse zu stehen, diesen vermeintlichen Halt gar nicht.

Jede Tangotänzerin und jeder Tangotänzer, sollte sich darum bemühen immer in der eigenen Achse zu stehen (Außer bei Figuren, bei denen die Achse bewusst aufgegeben wird).

Die starre Handhaltung ist also letztlich nicht wirklich nötig, und sie hat einen entscheidenden Nachteil. Sie blockiert nämlich die Bewegungen der Tänzer.

Das beginnt bereits beim einfachen voreinander Gehen im Parallelsystem.

Warum das so ist?

Wenn  wir normal entspannt gehen, schwingt immer der rechte Arm zusammen mit dem linken Bein nach vorne und der linke Arm mit dem rechten Bein.

Beim Tangotanzen ist das nicht anders. Allerdings gehen wir jetzt zusammen mit unserem Partner. Und jetzt kommt das Problem. Wenn die Handhaltung sehr starr ist, kommt es häufig vor, dass dieses natürliche Miteinander-Schwingen blockiert wird.

Das Miteinander tanzen wird dadurch ungemütlicher, und viele Bewegungsabläufe werden unnötig erschwert oder sogar unmöglich.

 

So, und jetzt kommt der Trick:

Meine Herren,

  • Entspannt euren linken Arm. Entspannen heißt aber nicht, dass Ihr plötzlich schwabbelige Gummiarme kriegt. Ein wenig Grundspannung muss schon noch zu spüren sein.
  • Haltet euren Arm so, dass sich eure Hand MAXIMAL auf Schulterhöhe der Dame befindet (eher etwas niedriger)
  • Wenn ihr mit dem linken Bein einen Schritt nach vorn macht, schwingt euren linken Arm leicht nach hinten. Die Betonung liegt dabei auf leicht. Wenn ihr die Dame aus ihrer Achse reißt, habt ihr etwas falsch gemacht. Wenn ihr es Durch dieses leichte Rückwärtsschwingen wird Euer Körper ein wenig um eure Vertikalachse gedreht, und ihr kommt genau in den gewünschten, natürlichen Bewegungsablauf.
  • Wenn ihr mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne macht, schwingt euren linken Arm leicht nach vorn. Diese Bewegung sollte aber noch dezenter sein als das Rückwärtsschwingen.
  • Das gute an diesem Bewegungsablauf ist, dass ihr euch immer nur auf den linken Arm konzentrieren müsst. Der restliche Körper wird dadurch fast automatisch richtig gedreht.
  • Das gilt natürlich auch wenn ihr rückwärts geht (bitte nur wenn Platz ist und nach Möglichkeit nicht gegen die Tanzrichtung)
  • Linkes Bein zurück >> linker Arm vor.                      Rechtes Bein zurück >> linker Arm zurück

 

Das wär´s. Probiert es aus, fragt eure Partnerin, was sich für sie am angenehmsten anfühlt, und wie sie eure Signale, eure Einladungen am Besten versteht.

 

Mein kleiner Tangokurs: Die richtige Umarmung

Mein kleiner Tangokurs: Die richtige Umarmung

Tango Argentino tanzen bedeutet auch “in einer Umarmung gemeinsam zum Klang der Musik zu gehen…”

Das heisst, das die richtige Umarmung eines der wichtigsten Dinge ist, wenn wir Tango tanzen.

Die Umarmung hat entscheidenden Einfluß darauf, ob wir uns angenehm und bequem fühlen während wir tanzen, und ob wir den Freiraum haben uns  entspannt zu bewegen.

Gut, dann mal los.

Für die Herren:

Die Umarmung darf nicht so fest sein, dass Du der Dame die Rippen brichst. Schraubstockarm ist völlig out!

Biete Deiner Tanzpartnerin einen sicheren aber sanften Halt mit Deinem rechten Arm. Sie muss in der Lage sein, sich innerhalb Deiner Umarmung frei zu bewegen.

Blockier nie die Möglichkeit der Dame sich zu bewegen, außer Du willst sie wirklich anhalten.

Vor allem, wenn sie Ochos oder eine Molineta macht, kannst Du der Dame heftige Rückenschmerzen verursachen und ihr sogar langfristige Schäden zufügen, wenn Du sie wie in einem Schraubstock hältst, weil Du sie dadurch zwingst, ihr Rückgrat völlig unnatürlich zu verdrehen.

Natürlich machst Du es der Dame dadurch auch extrem schwer, oder gar unmöglich, stabil in ihrer eigenen Achse zu stehen.

Dein Arm sollte nicht auf dem Rücken der Dame festgeschweißt sein. Du musst vielmehr jederzeit in der Lage sein, die Position des Armes auf ihrem Rücken zu ändern.

Wenn ihr in der engen Umarmung tanzt gleitet Dein Arm um ihren Rücken über den unteren Bereich ihres Schulterblatts, um die rechte Seite ihres Brustkorbs oder um ihre Taille (Je nachdem, wie groß ihr beide seid, und wie es sich für euch beide am bequemsten anfühlt).

Wenn ihr in der offenen Umarmung tanzt, gleitet Dein Arm zurück zu ihrem linken Schulterblatt (das mache ich meistens, weil ich dort sicheren Halt finde, auch wenn die Dame ein Kleid aus sehr glattem Stoff trägt), oder zur linken  Seite ihres Brustkorbs (am Rücken!)

Achte darauf, dass Deine Hand flach auf dem Rücken der Dame liegt. Krall niemals Deine Finger wie Klauen in ihren Rücken. Du kannst darauf wetten, dass sie DAS nicht mag.

Für die Damen:

Versuch nicht Stabilität zu gewinnen, indem Du Dich wie ein Kartoffelsack an Deinen Tanzpartner hängst. Versuch immer stabil in Deiner Achse zu bleiben.

Dein linker Arm soll auf keinen Fall wie eine Schraubzwinge am rechten Arm Deines Partners festgeklemmt sein. Vielmehr solltest Du damit sanft an seinem Arm entlang hinauf- und herunter gleiten können, um Dich der jeweiligen Umarmung (offen oder eng) anzupassen.

Wenn ihr in der geschlossenen Umarmung tanzt, gleitet Dein Arm nach oben, um den Hals des Mannes, wo er ohne Gewicht liegen bleibt. Bitte würg den Herrn nicht, und krall Dich nicht an Schulter oder Hals des Herrn fest.

Falls Dein Partner viel größer ist als Du selbst, schling Deinen Arm nicht um den Hals des Partners. Das sieht schlimmstenfalls wirklich aus wie Kartoffelsack, bringt Dich aus Deiner Achse, und verdreht ziemlich unangenehm Deinen Körper.

Leg Deinen Arm stattdessen  an seine Schulter, auf seinen  Rücken oder an seinen Oberarm, in einer Stellung, die für Euch beide komfortabel ist.

Auch hier gilt. Auf Deinem Arm ist nur soviel Gewicht, dass Du einen guten Kontakt hast, aber nicht mehr, weil Du sonst die Bewegungen Deines Partners blockierst, und das Gewicht auf seinem Arm für ihn meistens unangenehm ist.

Wenn ihr in der offenen Umarmung tanzt, gleitet Dein Arm (nicht Deine Hand!) zur Außenseite seines Unterarms. Stütz Dich nicht darauf ab, sondern halte nur gut den Kontakt.

Entspann Deinen Arm, und sei immer bereit wieder in die geschlossene Umarmung zurückzukehren.

Für beide Partner:

Blockiert niemals ohne Grund den Bewegungsspielraum eures Partners.

Denkt daran. Ihr tanzt als ein Paar zusammen. Sobald ihr euren Partner beim Tanzen blockiert, blockiert ihr auch euch selber. Und das wollt ihr doch nicht, oder?

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