Ich versteh einfach nicht, was er will!

Wer immer auch denkt, dass beim Tango die Frauenrolle ganz einfach zu tanzen sei, irrt sich gewaltig. Das merkt jeder Herr, der ab und zu in der Frauenrolle tanzt.

Klar, wenn man/frau einmal die Grundlagen verinnerlicht und im Körpergedächtnis abgespeichert hat, geht es deutlich leichter (zumindest wenn frau einfach genießen und keine gewaltige Show abziehen will).

Aber bis dahin gibt es, wie die Erfahrung zeigt, eine Menge Unsicherheiten, die frau bewältigen muss.

  • Sie spürt ein Signal, ist sich aber nicht sicher, ob sie es richtig verstanden hat.
  • Hat sie das Richtige getan, die richtigen Schritte in der gewünschten Richtung getanzt?
  • War es das, was der Herr wollte, oder hat sie einen Fehler gemacht? Sollte es sich so anfühlen?

 

Sie versucht, sich anzupassen, schnell zu raten, was der Herr von ihr erwartet und vermeintlich geführte Schritte vorwegzunehmen, bevor noch irgendein Führungsimpuls, eine Einladung kommt.

Anstatt den Tanz zu genießen, fühlt sie sich gestresst und unsicher.

Gut, natürlich sollten Herren oder führende Damen die richtigen Signale geben, klar mitteilen, zu was sie ihr Gegenüber einladen wollen.

Aber selbst dann ist es für die Dame nicht immer klar.

Jeder Tänzer hat eine ganz individuelle Weise, Signale zu geben. Das kann sich bei unterschiedlichen Tänzern ganz unterschiedlich anfühlen, auch wenn sie das Gleiche wollen.

Die Herausforderung für alle die die Damenrolle tanzen (mehr noch als das in der Herrenrolle der Fall ist), ist, sich immer wieder auf neue Tänzer einzustellen.

Diese Herausforderung ist aber auch eine Chance. Durch das Tanzen mit unterschiedlichen Tänzern erweitert sich das sensorische Repertoire. Die Dame lernt, besser zu spüren, auf was der jeweilige Tanzpartner hinaus will.

Gute Tänzerinnen spüren das beim Tanzen sehr schnell und können entsprechend antworten, ohne dabei unter Stress zu geraten. Das braucht jedoch einiges an Übung.

Ein Tipp, den ich immer wieder gebe, ist, wirklich nur dann zu reagieren, wenn das Signal des Herren völlig klar und angenehm ist.

Konsequentes Stehenbleiben zeigt dem Herrn, dass sie ihn nicht verstanden hat (oder sein Signal so unangenehm war, dass sie ihm nicht folgen mag).

Das mag zwar irritierend sein, gibt aber dem Herrn die Chance, dazuzulernen und ein besserer Tänzer zu werden.

Ein anderer Tipp ist, dass die Dame zwar nicht im vorauseilenden Gehorsam auf jedes vermeintliche Signal hin anfängt, einfach auf gut Glück herumzuwuseln, aber immer bereit ist, eine Bewegung, sofern sie sich gut anfühlt, geschehen zu lassen.

Dafür braucht sie drei Dinge:

  • Eine gute, stabile Achse
  • Ein stabiles Standbein, auch wenn sie auf dem Ballen steht (wichtig für Pivots, also Drehungen auf einem Bein).
  • Ein lockeres Spielbein

Sind diese drei Voraussetzungen gegeben, funktionieren viele Dinge fast wie von selbst.

Die Dame braucht sich so gut wie keine Gedanken mehr zu machen, was sie als Nächstes tun muss.

Stabile Achse, stabiles Standbein und das Wissen darum, dass frau sich um das Spielbein gar nicht kümmern muss (außer sie will es, wenn sie beispielsweise Verzierungen macht), geben ihr die Sicherheit die sie braucht, um entspannt zu tanzen.

Dann muss sie sich auch nicht mehr so oft fragen, ob sie verstanden hat, was er wollte.

 

Wollte er eigentlich, dass ich jetzt da hingehe?

Also, tanz entspannt und zerbrich Dir nicht zu sehr den Kopf, ob Du wirklich alles verstanden hast, was Dein Tanzpartner von Dir will.

Selbst wenn Du irgendetwas nicht verstanden hast und etwas anderes machst, als er eigentlich wollte, was
soll´s?

Ein guter Tänzer passt sich an, ein nicht so guter lernt hoffentlich dazu und beim nächsten Mal klappt´s besser.

Und wer weiß, vielleicht entsteht aus dem vermeintlichen Fehler ja eine neue, tolle „Figur“, die Euch beiden Spaß macht und Euch die Bewunderung anderer Tänzer einbringt (kommt gar nicht so selten vor).

Und denkt immer daran, Ihr wollt ja Spaß haben und nicht Stress (da muss nicht alles hundertfünfzigprozentig funktionieren).

Wie Ihr ohne Stress dafür aber mit viel Spaß tanzen könnt, zeigen wir Euch beim Tangourlaub in der Villa La Rogaia. Wollt Ihr mehr wissen? Klickt hier!

Sie tut´s einfach nicht.

Dieser Post ist hauptsächlich für die unter Euch, die die Herrenrolle tanzen. Aber alle anderen dürfen ihn natürlich auch lesen (und den Inhalt weitergeben).

Als Führende(r) leitest du eine Bewegung ein. Du denkst, Du hättest alles richtig gemacht, aber die Dame (oder wer auch immer die Frauenrolle tanzt) tut – nichts.

Oder schlimmer, sie tut irgendetwas, was Du überhaupt nicht wolltest und womit Du nicht im Geringsten gerechnet hast.

Vielleicht stehst Du plötzlich auf ihrem Fuß (oder sie auf Deinem), vielleicht wolltest Du nur einen simplen Rückwärtsschritt führen, aber die Dame macht daraus einen wilden Ocho und reißt Dich dabei fast um.

Als guter Tänzer (der Du doch hoffentlich sein willst) fragst Du Dich, woran das liegt.

Du bist dir unsicher, ob Dein Signal unklar oder missverständlich war. – Du versuchst es noch einmal, gibst die Signale diesmal, zumindest denkst Du das, besser, klarer, unmissverständlicher.

Aber der Erfolg bleibt aus, es will einfach nicht klappen.

Wenn bei Dir jetzt eine Mischung aus Frust, Unverständnis und falsch verstandenem Ehrgeiz hochkommt, solltest Du erst mal tief durchatmen und versuchen, Dich zu entspannen.

Auch wenn irgendeine Bewegung, irgendein Schritt nicht funktioniert hat, ist das nicht das Ende der Welt.

Du hast die Dame zu etwas eingeladen. Sie hat die Einladung nicht verstanden und tut etwas anderes, als das was Du geplant hattest.

Ja und? Was ist schon passiert? Solange niemand zu Schaden gekommen ist (also in den allermeisten Fällen), ist das nicht weiter schlimm.

Was gibt es beim Tango Schöneres, als entspannt und stressfrei zu tanzen?

Mach Pause (kannst Du beim Tango fast immer machen), schau oder besser spür, wo und auf welchem Fuß die Dame steht.

Dann überleg Dir, was Du als Nächstes machen kannst, so dass es für Dich und die Dame bequem ist.

Danach erst bereite den nächsten Schritt vor (wer bei uns im Kurs war, weiß schon: Gummidelphin aufblasen, entspannen und los geht´s)

Neues Spiel, neues Glück.

 

 

Also, tanz entspannt, zerbrich Dir, zumindest während des Tanzens, nicht zu sehr den Kopf, warum die Dame nicht tut, was Du ihr vorschlägst, und versuche nicht, etwas zu erzwingen.

Ihr wollt ja Spaß haben und nicht Stress.

Viel Spaß und keinen Stress habt Ihr auch bei einem Tangourlaub in der Villa La Rogaia. Wollt Ihr mehr darüber wissen? Klickt hier!

Mit dem eigenen Partner klappt´s, aber..

Bei unseren Kursen erleben wir immer wieder, dass Kursteilnehmer sich nicht trauen, mit anderen Tänzern als dem eigenen Tanzpartner oder der eigenen Tanzpartnerin zu tanzen. 

Dabei spreche ich nicht von frischverliebten Paaren, die gerade niemand anders als dem geliebten Menschen nahe sein wollen.

Auch viele andere trauen sich zunächst nicht, mit jemand anders als dem gewohnten Partner zu tanzen.

Das hat meistens folgenden Grund:

Wenn man nur oder hauptsächlich mit einem Partner übt, funktionieren einige Dinge scheinbar automatisch.
Man passt sich seinem Partner, seiner Partnerin an.

Man gleicht seine/ihre Fehler aus und entwickelt dabei leider fehlerhafte Gewohnheiten.

Mit dem gewohnten Partner funktionieren viele Dinge, obwohl beide oder zumindest einer von beiden etwas falsch macht und sie mit jemand anderem nie funktionieren würden.

Man fühlt sich sicher, in der eigenen Komfortzone.
Diese Sicherheit verhindert jedoch oft die wichtige Weiterentwicklung, die für schöneres, entspannteres Tanzen sinnvoll wäre.

Ein Beispiel: Die Dame macht nach hinten zu kurze Schritte, weil sie unsicher ist und nie richtig Schritttechnik gelernt hat. Der Herr, der ihr als Gentleman natürlich nicht auf die Füße steigen möchte, macht unwillkürlich auch kleinere Schritte.

Dadurch kann er aber nie die Energie aufbauen, die es der Dame ermöglichen würde, zu verstehen, was der Herr eigentlich will.

Die Dame wird noch unsicherer und macht noch kleinere Schritte… (Ihr seht, wo das hinführt).

Die größten Fortschritte erzielt man deswegen nicht, wenn man nur mit einem Partner tanzt.
Die größten Fortschritte entstehen durch häufige Partnerwechsel, während des Unterrichts

Wenn du regelmäßig mit verschiedenen Menschen, mit ihren unterschiedlichen Energien, Vorkenntnissen und unterschiedlichen Reaktionen tanzt, wird Dein Tango immer besser.

Du beginnst zu erkennen, wo sich Fehler eingeschliffen haben.

Du stellst fest, dass eine Bewegung mit einer Person funktioniert und mit einer anderen nicht (oder zum Beispiel auch, dass etwas was mit dem eigenem Partner funktioniert, mit niemand anders funktioniert, weil sich ins Tanzen mit diesem Gewohnheitsfehler eingeschlichen haben)

Du übst, Dich an neue Tanzpartner anzupassen.
Das hilft, Dir dabei, dann auch besser, mit dem eigenen Partner zu tanzen.

Dein Tanz wird flexibler, weniger geprägt von auswendig gelernten Mustern (die sich bei jedem Paar einschleichen)

Die Tangolehrer Wolfgang Sandt und Annette Greifenhagen beim Tanzen

Mit dem eigenen Partner zu tanzen ist schön, aber man lernt viel dazu, wenn man auch mit anderen tanzt.

Bei einem neuen, ungewohnten Tanzpartner bist Du aufmerksamer, weil Du Dich nicht mehr auf Deine gewohnten Muster verlassen kannst. 

Du stärkst Dein Selbstvertrauen, weil Du feststellst, dass Du manche Dinge die mit Deinem eigenen Partner nicht funktionieren, mit jemand anderem ohne weiteres tanzen kannst (die erleichternde Erkenntnis daraus: „Der Fehler liegt ja gar nicht bei mir“).

 

 

 

Und zu guter Letzt: Du bist auch zurückhaltender mit Kritik, die Du deinem gewohnten Partner gerne an den Kopf knallst. Bei Menschen die wir noch nicht so gut kennen, sind wir normalerweise deutlich zurückhaltender, als gegenüber dem eigenen Partner.

Ihr seht, es gibt viele gute Gründe, zumindest im Unterricht und bei Übungsabenden die Tanzpartner zu tauschen (muss ja nicht für immer sein).

Ausprobieren solltet Ihr es auf jeden Fall.

Gerne auch bei einem Tangourlaub in der Villa La Rogaia. Alle Infos dazu gibt s hier. Klick!

Nie gelernt oder vergessen (und leider zu oft vernachlässigt)

Was ich leider immer wieder bei Tangotänzerinnen und Tangotänzern beobachte, sei es in unseren Kursen (zumindest am Anfang derselben), sei es bei Milongas, ist, dass sie sich unnötig das Tänzerleben schwer machen, weil sie die Grundlagen des Tangotanzens nicht beherrschen.

Das ist schade. Wenn man nämlich einmal die Grundlagen verstanden und ins Körpergedächtnis übernommen hat, ist Tangotanzen gar nicht so schwer. Zumindest wenn man nicht vorhat, in einer Tangoshow zu tanzen, sondern schlichtweg in einer Milonga als Amateur und Hobbytänzer Spaß haben und eine gefragte Tänzerin oder ein gefragter Tänzer werden will.

Warum das so ist, darüber habe ich heute, nach vielen Jahren Tangoerfahrung, zwei Erklärungen.

Zum einen gibt es wohl nach wie vor noch Tangolehrer, die aufgrund eigener Unkenntnis ihren Schülern diese Grundlagen nicht beibringen, sondern ihnen stattdessen völlig unsinnigerweise irgendwelche Figuren und komplizierte Schrittfolgen einbläuen.

Diese wissen daher also gar nicht, dass es diese Grundlagen gibt, die das Tanzen so viel einfacher machen würden, und fragen sich, warum sie in der Milonga immer Probleme haben.

Zu anderen gibt es sicher auch diejenigen, die glauben, dass Grundlagen unnötig seien und sie aus diesem Grund keine Zeit darauf „verschwenden“ bräuchten, dieselben zu lernen.

Bei den Tänzerinnen trifft, meiner Erfahrung nach, meistens Ersteres zu.

Niemand hat ihnen beispielsweise erklärt, wie sie die Schritte so ausführen, dass ihnen ihr Partner nicht auf die Füße treten kann.

Genauso wenig wie ihnen jemand gesagt hat, dass ihr Partner von ihnen Gegenenergie benötigt, weil sonst gemeinsames Tanzen nicht wirklich möglich ist (zumindest nicht beim Tango).

Bei den Herren gibt es zwar mehr, die in solider Selbstüberschätzung glauben, dass sie keine Grundlagen benötigten, und in dieser Meinung auch niemals wankelmütig werden.

Vor allem bei denjenigen, die sich selbst als Tango-Connaisseure bezeichnen, habe ich diese Beobachtung gemacht.

Die meisten Herren sind aber überrascht und erleichtert, wenn sie einmal festgestellt haben, wie einfach Tangotanzen sein kann, sobald man die leicht zu erlernenden Grundlagen zumindest einigermaßen beherrscht.

Natürlich gibt es auch Tänzer, die über die Grundlagen Bescheid wissen, bei denen diese aber im Getümmel der Milongas und beim Wunsch, immer noch mehr und kompliziertere Dinge zu tanzen, etwas in den Hintergrund gerutscht sind.

Man ärgert sich zum Beispiel darüber, dass irgendetwas nicht richtig funktioniert, hat aber nicht mehr im Kopf, dass es mit der richtigen aufrechten Haltung oder einer einladenden Körperdrehung einfach wäre.

Aus diesem Grund verwenden wir auch in jedem unserer Kurse ausreichend  Zeit darauf, immer wieder an den Grundlagen zu arbeiten.

Und die positiven Rückmeldungen unserer Kursteilnehmer bestärken uns darin, dies auch weiterhin zu tun.

Tangotanzen mit Genuß auch auf der vollen Tanzfläche - das geht, wenn man weiß wie.

Im Getümmel der Milonga ist es wichtig, wenn man die Grundlagen beherrscht. Das ist nicht schwer, man muss davon nur mal gehört und sie ein wenig eingeübt haben. Dann macht Tangotanzen auch auf der gefüllten Tanzfläche Spaß.

Und wenn Ihr jetzt denkt, „der hat gut reden“, kann ich Euch versichern, dass es mir trotz jahrzehntelanger Tanzerfahrung genau so geht.

Auch ich muss immer wieder bewusst an den Grundlagen arbeiten, um mein Tanzen zu verbessern.

Aber es lohnt sich!

Wenn Ihr, ganz entspannt im Urlaub, Eure Tango Grundlagen wieder auffrischen wollt, könnt Ihr das natürlich gerne bei einem Tangokurs in La Rogaia tun.

Eine Übersicht über alle unsere Kurse findet Ihr hier.
Tangourlaub in der Villa La Rogaia 2026

Verboten! El Esquinazo die Tangomilonga bei der es richtig kracht

Ich habe bereits über den Pling Moment und den Popcorn Moment geschrieben. Zwei Möglichkeiten, mit relativ einfachen Mitteln durch musikalisches Tanzen zu glänzen.

Heute schreibe ich über ein Musikstück, das sich hervorragend eignet, um Eindruck zu schinden, weil man so schön knackig mit dem Rhythmus spielen kann.

Jeder der öfter eine Milonga besucht, hat dieses Stück schon gehört und entweder die Tänzer bewundert, die dabei gekonnt Rhythmusspielereien machen, oder selber dazu getanzt (und versucht, diese Rhythmusspielereien ebenfalls zu tanzen).

Ich schreibe bewusst, „ein Musikstück“, weil es nicht ganz klar ist, ob es sich dabei um einen Tango oder eine Milonga handelt.

Manche, vor allem frühere, Tangostücke lassen sich nämlich sowohl als Tango wie auch als Milonga interpretieren und es wurde nicht immer scharf zwischen beiden getrennt.

Der große Tangokomponist Ángel Villoldo schrieb dieses Stück 1902, als komischen Tango. In Buenos Aires wurde er schnell zum Hit.
Villoldo nannte ihn „El Esquinazo“.

Die Tangotänzer verstanden sofort, was gemeint war. Der Titel sprach für sich.*

Um die Jahrhundertwende war „El Esquinazo“ in Buenos Aires Slang für „versetzt werden“.

Wenn ein Mann mit einer Frau abgemacht hatte, sich an einer bestimmten Straßenecke zu treffen, und sie nicht kam, war er „El Esquinazo“, der „Eckensteher“, derjenige, der versetzt worden war.

Eine Situation, die offenbar viele Männer bestens kannten.

Viele glauben, dass Ángel Villoldo mit dieser Tangomilonga all die Emotionen widerspiegeln wollte, die dieser bildhafte Ausdruck mit sich bringt.

El Esquinazo“ erkennt man leicht an den drei schnellen Klopfgeräuschen, die schon am Anfang zu hören sind, als würde ein frustrierter junger Mann vor Wut auf den Boden an einer Straßenecke stampfen. Dieses Klopfen kommt inEl Esquinazo“ mehrfach vor, in der Fassung von Juan D´Arienzo, die ich hier vorstelle, acht Mal.

1903 wurde „El Esquinazo“ so populär, dass die Gäste im „Café Tarana“ in Palermo (Stadtteil von Buenos Aires) jedes Mal, wenn „El Esquinazo“ gespielt wurde, mit Händen und Füßen mitklopften.

Aber dabei blieb es nicht. Schnell wurden dafür Kaffeelöffel, Tassen, Teller, Stühle und alles andere verwendet, was den Zuhörern in die Hände kam und Krach machte.

Das Ganze geriet völlig außer Kontrolle und hinterließ ein solches Chaos aus zerbrochenen Tellern und Gläsern, dass der Besitzer „El Esquinazo“ den Krieg erklärte und ein Schild aufhängte: „Ab sofort ist das Spielen des Tangos ‚El Esquinazo‘ strengstens verboten. Wir bitten um Ihre Kooperation. Die Geschäftsleitung.“

Beim Tanzen zu „El Esquinazo“ hat man die Gelegenheit, das Klopfen des Orchesters mit den Füßen mitzustampfen. Es kommt, wie gesagt, achtmal vor (zumindest in der von mir vorgestellten Version). Und zwar an den Stellen 0:02 – 0:10 – 0:38 – 0:48 -1:16 – 1:24 – 1:54- – 2:02 (ungefähr).

Ich habe aber auch schon Fassungen dieses Stücks gehört, bei denen das Orchester die Zuhörer an der Nase herumführt und während des von allen erwarteten Klopfens stumm bleibt.

Wenn Ihr es mittanzen wollt, achtet darauf, dass das Klopfen synkopiert ist, also nicht gleichmäßig „DamDamDam“, sondern DaDam-Dam. Die ersten zwei Klopfer sind schnell, vor dem dritten ist eine kurze Pause.

Gelegentlich mache ich mir einen Spaß daraus, diesen Rhythmus im Vorbeitanzen auf einem passenden Möbelstück (Tisch, Stuhl oder Klavier) zu klopfen.

So, und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß, beim Zuhören und beim Tanzen.

 

*Später wurde Text hinzugefügt, aber ich habe bisher noch keine gesungene Fassung dieses Stücks gefunden.

 

Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, wie Ihr mit dem Pling Moment musikalischer tanzen könnt, klickt hier.

Verspannungen und Blockaden Ade! Tangourlaub mit Brigitta Winkler, 19. 09. – 26. 09. 2026

Brigitta Winkler ist eine Tangolegende, berühmt vor allem dafür, dass sie zu den ersten gehörte, die bewusst Körperwahrnehmung und Körperarbeit in ihren Unterricht integriert haben.

Ihr profitiert davon, weil Ihr beim Intensivkurs in der Villa La Rogaia, durch Brigittas ausführliches, von Profitänzern weltweit angewandtes Übungsprogramm, in Eurem Tanz eine ganz neue, angenehme Körperwahrnehmung erlebt.

Verspannungen und Blockaden in Eurem Körper werden durch Brigittas spezifische Übungen abgebaut.

Ihr tanzt dadurch deutlich entspannter und stressfreier.

Der Kurs ist für Fortgeschrittene, eignet sich aber für alle, die die eigene Körperwahrnehmung verbessern und dadurch entspannter tanzen wollen.

Etwas Tanzerfahrung solltet Ihr allerdings schon mitbringen.

In Brigittas Kursen wird viel durchgewechselt, weswegen die Frage wer „führt“ und wer „folgt“ nicht so wichtig ist.

Die Möglichkeit in verschiedenen Rollen zu tanzen, kann erheblich dazu beitragen, dass Ihr beide Rollen besser versteht und dadurch, egal in welcher Rolle, schöner und entspannter tanzt.

Alle Informationen zum Tangourlaub mit Brigitta Winkler gibt es hier. Klick!

Im Tango um die Dame herumgehen mit einem Schritt?

Ich weiß nicht, ob euch das auch schon begegnet ist.

Wenn Ihr aber bereits an Kursen ab gehobener Mittelstufe teilgenommen habt, scheint es mir eher wahrscheinlich.

In Master Classes, an denen ich in den früheren Jahren meiner Tangolaufbahn teilgenommen habe, sagten uns die argentinischen Lehrer bei manchen Bewegungsabläufen (typisch war beispielsweise ein dynamischer Voleo), wir sollten „um die Dame herumgehen“.

 

Das Problem dabei war allerdings, dass wir nur einen diagonalen Seitschritt an der Dame vorbei machen und nicht wirklich mit mehreren Schritten um sie herumgehen sollten.

Wie soll man aber mit einem einzelnen Schritt, der ja normalerweise gerade ist, um die Dame „herumgehen“ (auch wenn man die Beine kurvenförmig schlenkert, bildet der Schritt von Punkt A nach Punkt B im Endeffekt eine gerade Linie)?

Ich habe lange gebraucht, bis es bei mir klingelte und ich verstand, was die Lehrer eigentlich meinten.

Argentinier sind leider nicht alle Meister der Didaktik und vieles ist, gerade Spitzentänzern, so selbstverständlich, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, dass man es genauer erklären müsste.

Was sie eigentlich meinten, war, dass man während des Seitschrittes diagonal an der Dame vorbei, der ja tatsächlich gerade war, den Oberkörper um die eigene Achse zur Dame hin drehen sollte.

Das ergibt dann tatsächlich eine kreisende Bewegung des Oberkörpers (kein ganzer Kreis, aber immerhin), die man mit viel gutem Willen als „um die Dame herumgehen“ (oder besser: herumbewegen) beschreiben könnte.

Da die Dame ja der Bewegung des Oberkörpers folgt, wird auch der Oberkörper der Dame gedreht, was wiederum runde Bewegungen wie den Voleo ermöglicht (oder in diesem Fall verursacht, falls das Spielbein der Dame entspannt ist).

 

 

Tangotanzen leicht gemacht – Spiel mit dem Tango

Wann ist dieser Kurs richtig für Euch?

Ihr habt schon  mehrere Kurse gemacht und geht auch immer wieder zu Übungsabenden, Milongas und Tangobällen?

Dann kommt den Damen unter Euch dies vielleicht bekannt vor:

  • Wenn Ihr mit einem Euch noch unbekannten Herrn tanzt, habt Ihr Angst, nicht richtig zu verstehen, was er will. Dadurch seid Ihr gestresst und lasst Euch aus der Ruhe und aus Eurer Achse bringen
  • Ihr würdet gerne mit der Musik spielen und Verzierungen machen, aber Ihr wisst nicht wie
  • Wenn Ihr ab und zu doch ein paar Verzierungen probiert, wird Euer Tanzpartner nervös, weil er nicht weiß, was da vor sich geht. Und Ihr wisst nicht, wie Ihr damit umgehen sollt

 

Und die Herren unter Euch kennen vielleicht folgende Situationen nur all zu gut:

  • Wenn Ihr mit einer Euch noch unbekannten Dame tanzt, seid Ihr irritiert, weil sie Eure Signale nicht versteht, und nicht das tanzt, was Ihr von ihr wollt.
  • Es bringt Euch auch aus dem Konzept, dass sie plötzlich irgendwelche „komischen“ Schritte macht, und Ihr nicht wisst, wie Ihr darauf reagieren sollt
  • Tangomusik ist Euch nicht fremd. Ihr wisst, dass es unterschiedliche Orchester und Stile gibt. Aber Ihr wisst immer noch nicht so richtig, wie Ihr am Besten zur jeweiligen Musik tanzt

 

Dann ist der Kurs „Tangotanzen leicht gemacht – Spiel mit dem Tango“ genau richtig für Euch !

Wir zeigen Euch in diesem Kurs:

Speziell für die Herren

  • Wie Ihr aus einzelnen, kleinen und einfachen Elementen Eure eigenen „Figuren“ zusammensetzen und damit bei den Damen Eindruck machen könnt, ohne Euch aufwendige Choreographien zu merken
  • Was Ihr tun könnt, wenn die Dame nicht das tanzt, was Ihr glaubt, geführt zu haben
  • Wie Ihr erkennen könnt, dass die Dame nicht nur „komisch herumhampelt“, sondern ganz einfach Verzierungen in ihre Schritte einbaut und dass das für Euch überhaupt kein Problem sein muss.

Speziell für die Damen:

  • Wann ihr Verzierungen in Euren Tanz einbauen könnt und wann Ihr es besser nicht tut
  • Wie ihr spielerisch und aktiv die Angebote Eures Tanzpartners wahrnehmen und annehmen könnt
  • Wie ihr die Signale des Herrn besser versteht, und die Balance zwischen Eigeninitiative und entspanntem Folgen findet
  • Was Ihr tun könnt, wenn Ihr merkt, dass Euer Tanzpartner noch unsicher ist und aus der Fassung gerät, sobald Ihr mal ein paar Verzierungen tanzt

 

Und für alle:

  • Wie Ihr die Musik noch besser versteht und mit Rhythmus und Melodie spielen könnt
  • Wie Ihr noch eleganter tanzen könnt
  • Und vor allem: Warum es überhaupt kein Problem ist, wenn irgendetwas mal nicht gleich klappt, wie geplant !
  • Kurz, – wie Ihr beim Tanzen noch viel mehr Spaß habt

 

 

 

 


„…Wir waren die ersten Tage danach noch regelrecht berauscht vom Tangorhythmus, den erlernten und geübten Bewegungsmustern, dem richtigen Gehen, der rechten äußeren und innereren Haltung und den entsprechenden Ritualen auf den Milongas…“ Monika und Hans-Georg aus Nürnberg


 

Tangourlaub in Italien, Kurs für Mittelstufe mit Martha Giorgi und Natascha „Natu“ Striewski

 Im Jahr 2000 gründete Martha Giorgi in München die Tanzschule „Tango Connection“.

Seitdem hat sie die Münchner Tangoszene mit ihrem großen Wissen über alle Aspekte des Tango Argentino bereichert, acht internationale Festivals organisiert und eine beeindruckende Zahl von Künstlerinnen und Künstlern, vor allem aus Buenos Aires, nach München gebracht.

 

 

 

 

 

 

 

Marthas Tochter Natu wurde 1994 geboren.

Noch bevor sie laufen konnte, machte sie bereits ihren ersten „Ocho“.

Tango war von Anfang an ein fester Bestandteil ihres Lebens.

Diese tief verwurzelte Verbindung zum Tango wurde auch durch ihre Großmutter geprägt, die Tango auf dem Klavier und dem Akkordeon spielte, als Natu noch im Bauch ihrer Mutter war.

 

2019 nahmen Mutter und Tochter gemeinsam an der Tango-Weltmeisterschaft teil und sind seither ein unschlagbares Team im Tango. 

Gemeinsam unterrichten sie in ihrer Tangoschule Tango Connection.

Martha und Natu freuen sich darauf, Euch in Rogaia kennenzulernen, und mit Euch ihre Leidenschaft für den Tango zu teilen.

 

Hier erfahrt Ihr noch mehr über den Tangourlaub mit Martha und Natu in der Villa La Rogaia. Klick!

Argentinischer Tango, Anfängerkurs im Urlaub zur schönsten Jahreszeit

Warum Argentinischer Tango?

Argentinischer Tango ist der wahrscheinlich romantischste und sinnlichste aller Tänze, und überdies ein Riesenspaß.

Argentinischer Tango ist ideal um Eurer Partnerschaft neuen Schwung zu geben und um viele nette Leute kennenzulernen.

Annette Greifenhagen und Wolfgang Sandt tanzen Tango am Ufer des Lago Trasimeno.

Lernt Tango entspannt im Urlaub, ohne dass Euch der Alltag in die Quere kommt – ein unvergessliches Erlebnis, von dem Ihr noch lange schwärmen werdet.

Meldet Euch jetzt an. Hier alle Infos zum Kurs. Klick!

Wenn Ihr gerne Tango lernen wollt, ist dieser Anfängerkurs in der Villa La Rogaia ideal für Euch.

 

  • In diesem Kurs zeigen wir Euch alles, was Ihr braucht, um Euch schnell, sicher und mit Selbstvertrauen auf der Tanzfläche zu bewegen.

 

  • Überflüssiges lassen wir weg und machen damit den Unterricht so einfach wie möglich.

 

  • Ihr müsst keine unnötigen Figuren und Schrittfolgen auswendig lernen.

 

  • Dafür geben wir Euch all das mit, was Euch hilft, damit Ihr auch nach dem Kurs mit Spaß und ohne Probleme zum Tango tanzen gehen könnt.

 

  • Deswegen habt Ihr Spaß am Tanzen von Anfang an.

 

Darüber hinaus könnt Ihr Euch freuen auf

  • Paradiesische Umgebung

 

  • Familiäre Atmosphäre

 

  • Top Tangolehrer

 

  • Leckeres italienisches Essen

 

  • Jeden Abend Tango Party

 

  • Kurse in kleinen Gruppen mit individueller Betreuung

 

All das findet Ihr bei Eurem Tangourlaub in La Rogaia.

Also worauf wartet Ihr noch. Meldet Euch jetzt an. Hier alle Infos zum Kurs. Klick!