Stefanos Geheimnis

Professionelle Tangotänzerinnen sind nicht leicht zu beeindrucken, vor allem dann, wenn sie schon weit in der Tangowelt herumgekommen sind.

Da wird über die tänzerischen Fähigkeiten der anderen Milongabesucher und der Nachwuchstanzstars manchmal ganz schön abgelästert.

Ein Tänzer, den man regelmäßig in den Milongas von Perugia und Umgebung antreffen kann erfährt allerdings immer großes Lob, – selbst von den kritischsten Tango Diven.

Und natürlich wollen auch alle mit ihm tanzen.

Stefano.

Wer ist Stefano? Nun ein Herr im „besten Alter“ wie es so schön heißt. Graumeliert, Schnauzbart, wacher Blick. Er könnte den erfahrenen, listigen Kommissar in einem französischen Krimi spielen.

Was macht Stefano, um soviel Aufmerksamkeit bei den Tangotänzerinnen zu wecken?

Ehrlich gesagt, nicht viel. Sein Repertoire an Schritten ist sehr überschaubar. Trotzdem liegen selbst die anspruchsvollsten Damen völlig entspannt und glücklich lächelnd in seinen Armen.

Was also ist sein Geheimnis?

Nun, Stefano tanzt sehr schön mit der Musik. Das ist das Allerwichtigste!

Das ist das erste was Tangotänzerinnen auffällt, die schon alles mögliche (und viel Unmögliches) an Schrittkombinationen und Figuren gesehen haben, und dadurch nicht mehr zu beeindrucken sind.

Stefano stresst seine Tanzpartnerinnen nicht.

Sie müssen nicht Dutzende von Schrittkombinationen abtanzen, sondern können sich, völlig entspannt, in den Tanz, in die Musik fallen lassen.

Stefano tanzt sicher, mit Überblick für das Geschehen auf der Tanzfläche.

Nie würde er seine Dame in ein anderes Paar rempeln. Seine Tanzpartnerin kann sich ganz sicher fühlen.

Stefano ist kein Tangolehrer. Ich glaube, dass würde ihm gar nicht liegen.

Trotzdem könnt Ihr viel von Ihm lernen. Zumindest dann, wenn Ihr wollt, dass Eure Tanzpartnerin sich beim Tangotanzen genau so wohl fühlt, wie die Tanzpartnerinnen von Stefano.

Nur noch wenige Plätze beim Tangourlaub mit Joseba und Bakartxo, 5. bis 12. September 2015

Nur noch wenige Plätze beim Tangourlaub mit Joseba und Bakartxo, 5. bis 12. September 2015

Wenn Ihr noch einen Tangourlaub für fortgeschrittene Tänzer sucht, ist möglicherweise der Kurs mit Joseba und Bakartxo genau richtig für Euch.

Im Moment gibt es noch Plätze für ein Paar und einen einzelnen Herrn.

Mehr Informationen über den Tangourlaub gibt es hier:

Tango für Fortgeschrittene mit Joseba und Bakartxo

Und hier meine persönliche Meinung über Joseba und Bakartxo als Tangolehrer

Tangokurs für Fortgeschrittene mit Joseba Pagola und Bakartxo Arabaolaza

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trickfilm mit Tangomusik. Unbedingt anschauen!

Von einer Tangotänzerin und guten Freundin bekam ich den Link zu diesem ungewöhnlichen Trickfilm, mit dem Tango „Vamos“ gespielt von Carlos Di Sarli und seinem Orchester.

Ich finde es absolut sehenswert und will es Euch auf keinen Fall vorenthalten.

Hier könnt Ihr das Video anschauen.

Vamos!

Viel Spaß damit!

Den spanischen Text des Tangos findet Ihr bei Todo Tango

Vamos

Tango 1944

Schau den Tango Orchestern zu!

Schau den Tango Orchestern zu!?

Was denn? Sollten wir ihnen nicht besser zuHÖREN?

Ja, natürlich sollen wir ihnen zuhören. Manchmal ist es aber hilfreich ihnen zuzuschauen, wie sie spielen, um ein besseres Verständnis für die Musik zu bekommen.

Schau, als Tangotänzer sind wir Teil des Orchesters, „Wir malen die Musik mit unseren Füßen“ – wie Carlos Gavito sagt.

Ich möchte hinzufügen: Wir malen die Musik genauso mit unserer Haltung, mit unserem Ausdruck, mit unserer Art mit unserem Tanzpartner und den anderen Tänzern zu kommunizieren.

Deswegen müssen wir uns dessen bewußt sein, was passiert, wenn ein Orchester spielt. Wir müssen verstehen, welche Instrumente gerade spielen welche still(er) bleiben.

Wir müssen lernen, die kleinen Überraschungen, welche das Orchester für uns Tänzer auf Lager hat, zu erkennen. Überraschungen, die unseren Tanz bereichern, interessanter werden lassen. – Falls wir sie bemerken und in unseren Tanz einbauen.

Hier zwei Beispiele von Juan D´Arienzo beim Dirigieren seines Orchesters. Ihr könnt sehen, welche Instrumente gerade im Vordergrund stehen, welche sich zurücknehmen, welche Instrumente der Musik Kraft und Energie geben.

Aber achtet auch auf die Pausen, die „Momente der Stille“ “ wie Steve Morrall sie nennt.

Zuerst „Loca“ –  „Verrückte“

 

Und hier der wohl berühmteste Tango der Welt „La Cumparsita“. Genießt die Energie und Spielfreude von D´Arienzo und seht, warum er  „El rey del compas“, „Der König des Rhythmus“ genannt wird.