Tango und die Aufblasente

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Tango und die Aufblasente

Ich erzähle zwar den Herren unter meinen Tangoschülern, und allen anderen, die es hören wollen, immer wieder, dass sie die linke Hand nicht höher halten sollten, als die Schulterhöhe der Dame mit der sie gerade tanzen (abgesehen von irgendwelchen Schlußposen). Mehr dazu unter „Höchststrafe für notorische Handhochhalter“

Vor einiger Zeit habe ich mich aber dabei ertappt, dass meine linke Hand immer wieder in die Höhe wandert.

Und zwar zum einen, wenn ich der Dame einen Richtungswechsel signalisiere, beispielsweise, wenn ich das Kreuz der Dame vorbereite, oder in der Molineta, wenn die Dame gegen den Uhrzeigersinn um mich läuft, und ich die Drehrichtung wieder ändern will. Da geht mein Arm hoch, wie die Kelle des Polizisten bei der Verkehrskontrolle, und verstärkt noch, das durch meinen Körper gegebene „Stop“ Signal.

Zum anderen immer dann, wenn ich nach einem oder mehreren Schritten wieder komplett in meiner Achse stehenbleibe, und den nächsten Schritt vorbereite.

Das hat mich zunächst etwas verwundert, bis mir klar wurde, dass dies ganz natürlich ist, weil ich einatme, sobald ich bewusst in meine Achse gehe, und Spannung für den nächsten  Schritt aufbaue.

Wie die Flügel einer Aufblasente hebt sich in diesen Momenten mein linker Arm, zusammen mit dem ganzen Körper, leicht angespannt und bereit gleich loszugehen.

Wenn ich dann starte, atme ich wieder aus (oder besser, mein Körper macht das für mich, darüber brauch ich gar nicht nachzudenken), die Luft entweicht, mein Arm sinkt herunter wie der Flügel der Aufblasente sobald man den Stöpsel zieht, mein Körper entspannt sich und geht los.

Der Körper meiner Tanzpartnerin spürt dass, und macht mit. Das Schöne daran ist, keiner von uns braucht wirklich darüber nachzudenken.

Wenn Ihr dies bewußt und etwas betonter einsetzt, werdet Ihr feststellen, dass gute, gerade Haltung und  das Nutzen Eures Atems Euch helfen, Euren gesamten Tanz spannender und interessanter zu gestalten, ohne dass Ihr viel dafür arbeiten müsst.

Und falls Ihr trotz allem doch mal angespannt seid, versuchts einfach mit einem Lächeln. Das hilft und entspannt. Warum Ihr beim Tango tanzen lachen solltet (oder zumindest lächeln)

 

 

 

 

 

 

 

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