Wie gehe ich richtig im Tango? Wie gehen Frauen beim Tango Argentino?

 Wie gehe ich richtig im Tango?

In meinem Post Hacke oder Spitze? Wie gehe ich richtig im Tango? Ein Geheimnis wird gelüftet, beschreibe ich die verschiedenen Möglichkeiten im Tango zu gehen.

Allerdings geht es darin nur um das richtige Vorwärtsgehen.

Das bedeutet, die Beschreibung ist eher für Männer, beziehungsweise für alle diejenigen, die die Rolle des „Führenden“ einnehmen (Wobei ich es passender und schöner finde, über verführen statt führen zu sprechen.), und für die Situationen, in denen die Frauen vorwärts gehen.

Hier also die kleine Vervollständigung zum Thema

 Wie gehe ich richtig im Tango?

Tangoreisen La Rogaia 2014. Richtig gehen im Tango, Hier findet Ihr den richtigen Tangokurs für jedes Niveau

Gehen im Tango Argentino, die Männer gehen meistens vorwärts, die Frauen dagegen meistens rückwärts. Foto: Ricky Barrios und Laura Melo

Da Frauen im Tango meistens rückwärts gehen, gilt für sie fast immer, dass sie auf der Fußspitze aufkommen, und über die Ferse abrollen. Am elegantesten sieht es aus, wenn die Innenseite des großen Zehs zuerst den Boden berührt und der Fuß nach außen und leicht nach hinten zeigt.

Dies ist, wenn frau sich daran gewöhnt hat, in den meisten Fällen auch die stabilste Haltung.

Natürlich kann die Frau auch während des ganzen Tanzes auf dem Fußballen stehen, und viele Tänzerinnen tun das auch. Allerdings ist das auf die Dauer ziemlich anstrengend, und wenn sie hochhackige Schuhe anhat sehr schwer oder ganz unmöglich.

Bequemer und entspannender ist es, den Fuß wirklich auf der Ferse abzusetzen und Kontakt zum Boden zu suchen. Dabei sind hochhackige Schuhe hilfreich. Viele Frauen, die sonst keine Schuhe mit hohen oder gar sehr hohen Absätzen tragen, sind erstaunt darüber, wieviel Sicherheit und festen Halt sie damit beim Tanzen haben.

Für Männer gilt natürlich dasselbe, wenn sie beim Tango tanzen rückwärts gehen (Mal abgesehen von den hohen Absätzen:-) .

 

Tangoschuhe im Tangolazarett

Tangoschuhe im Tangolazarett

Eines der wichtigsten Themen bei Tangotänzern: Tangoschuhe

Eines der wichtigsten Themen bei Tangotänzern: Tangoschuhe

Wie Ihr alle wisst, sind Tangoschuhe immer wieder ein wichtiges Gesprächsthema unter Tangotänzern und vor allem unter Tangotänzerinnen.

Ich hoffe nicht, dass der Name von Elke Koeppings Blog „Tangolazarett“ auf diverse Unfälle mit Tangoschuhen anspielt, aber im Lazarett findet Ihr einen interessanten Bericht darüber wie Tangoschuhe in Buenos Aires in aufwändiger Handarbeit gemacht werden.

 

Der Elefant im Tangoporzellanladen

Der Elefant im Tangoporzellanladen

Vor einiger Zeit hatten wir in einem der Tangokurse in La Rogaia eine Dame, die offensichtlich sehr schüchtern war und sich bei den abendlichen Practicas nur nach langem Zögern auffordern ließ.

Gleich zu Beginn des ersten Tanzes sagte sie mir dann, dass sie noch wenig Tanzerfahrung habe und überhaupt nicht gut Tango tanzen könne.

Ehrlich gesagt war ich darüber etwas erstaunt. Immerhin handelte es sich um einen Mittelstufenkurs…

Aber nachdem wir schließlich doch auf der Tanzfläche waren, stellte ich bereits nach  den ersten Schritten fest, das diese Dame keineswegs schlecht, sondern im Gegenteil sehr schön tanzte.

Nun ist es ja nicht so selten, dass Tangotänzerinnen ihre tänzerischen Fähigkeiten unterbewerten.  Aber in diesem Fall war die Diskrepanz schon auffallend.

Was war passiert, dass sich eine gute Tänzerin, sehr nett und gutaussehend, außer mit dem eigenen Partner nicht auf die Tanzfläche wagte?

Schließlich erzählte sie mir, dass ihr ein Tänzer in ihrer heimischen Milonga gesagt habe, sie sei ein Trampel und bewege sich wie ein Elefant.

Ich weiß nicht, wie Ihr darüber denkt, aber ich finde das eine absolute Unverschämtheit.

Ganz egal, wie gut eine Dame tanzt, sie als Trampel oder ähnliches zu bezeichnen geht überhaupt nicht.

Noch schlimmer aber, und dies scheint mir hier der Fall zu sein, wenn der Betreffende selbst ein bestenfalls mäßiger Tänzer ist.

Dann schiebt er nämlich seine eigene Unfähigkeit zu tanzen und klare Signale zu geben auf die Tanzpartnerin.

Leider kommt dies relativ häufig vor, wenn auch nicht so krass, wie im geschilderten Fall.

Mein Rat an alle Damen: Lasst Männer, die Euch so flegelhaft behandeln, einfach links liegen.

Es ist besser nicht zu tanzen, als mit irgendwelchen verhaltensgestörten Neurotikern mit maximal schlechten Manieren.

Wenn Ihr es irgendwie schafft, tut Euch zusammen, und sorgt dafür, dass keine Tänzerin in Eurer Milonga  mehr mit einem der Männer (Gott sei Dank ist das ja nicht das Gros der Tänzer) tanzt, die sich dermaßen unakzeptabel benehmen.

– Solange, bis diese deutlich ihr Verhalten ändern.

Vor allem aber, lasst Euch nicht verunsichern oder einschüchtern.

Wenn Euch jemand wirklich gute Ratschläge gibt, nehmt diese an und lernt daraus.

Unverschämtheiten von schlechten Tänzern aber braucht und solltet Ihr nicht hinnehmen.

Und jeder Tänzer, der seiner Tanzpartnerin gegenüber arrogant oder unverschämt ist, ist letztlich ein schlechter Tänzer, egal ob er viel oder wenig Tanzerfahrung hat, egal ob er technisch gut oder ziemlich besch…eiden tanzt.

In diesem Fall könnt Ihr diesen „Tanzpartner“ auch einfach während des Tanzes auf der Tanzfläche stehen lassen. Vielleicht lernt er ja daraus…

 

…wer der Elefant im Tangoporzellanladen ist.

 

Und nach all diesen erzürnten Worten hier noch etwas zum Schmunzeln.