Nach welchen Kriterien fordern Tänzer die Frauen auf?

„Was mich interessieren würde ist, nach welchen Kriterien die Tänzer die Frauen auffordern. Was macht es für die Männer attraktiv“

Und nach welchen Kriterien fordert Ihr

Eine Frage an alle Tangotänzer: Nach welchen Kriterien fordert Ihr die Frauen beim Tangotanzen auf?

Diese Frage kommt von Monika, die auch ausführlich auf die Frage geantwortet hat, was  sich  Frauen von einem guten Tangotänzer erwarten.

Ich weiss natürlich nicht von allen Männern, nach welchen Kriterien sie ihre Tanzpartnerinnen auffordern, aber ich sage Euch gerne, was für mich wichtig ist, wenn/bevor ich eine Dame zum Tanzen einlade.

 

 

Es beginnt damit, dass ich Damen, die ich nicht oder nicht gut kenne fast ausschließlich mit Mirada und Cabeceo zu einer Tanda einlade.

Das bedeutet, wenn eine Dame mich nicht anschaut, sondern ihren Blick fest auf den Boden oder sonstwohin, aber eben nicht auf mich richtet, kann ich sie auch nicht zum Tanzen einladen. Anders aber fordere ich Damen nur höchst ungern auf.

Nicht etwa, weil ich so ein empfindliches Seelchen bin und einen Korb nicht verkraften könnte, sondern weil die Tanda dann in den meisten Fällen verloren ist, und ich nicht zum Tanzen komme. Die meisten Frauen wollen nämlich nicht „zweite Wahl“ sein und lassen sich dann für diese Tanda auch nicht gerne auffordern, wenn sie sehen, dass ich von einer anderen Dame bereits eine Absage erhalten habe : -(

Wenn mir eine Dame dagegen durch Blickkontakt signalisiert, dass sie gerne mit mir tanzen würde, hat sie gute Chancen darauf, dass ich diese Aufforderung erwidere. Vielleicht nicht gleich bei der nächsten Tanda aber höchstwahrscheinlich im Lauf des Abends.

Ein anderes, wichtiges Kriterium ist, ob die Dame sympathisch wirkt.

Eine Dame die freundlich, offen, interessiert schaut, hat wesentlich bessere Chancen von mir aufgefordert zu werden, als eine Dame, die eine unfreundliche, sauertöpfische, desinteressierte Miene zur Schau stellt.

Was ich auch einzuschätzen versuche, bevor ich eine Dame auffordere, ist ihr Tanzniveau. Das heißt ich schaue mir im Lauf der Milonga schon an, wie die einzelnen Damen tanzen.

Mit einer Dame, die ganz am Anfang ihrer Tangokarriere steht, und noch sehr unsicher ist, tanze ich beispielsweise nicht bevorzugt schwungvolle, schnelle, dynamische Walzer. Für die Dame ist das in den allermeisten Fällen eine Überforderung, selbst wenn ich aus meiner Sicht fast nichts mache.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht mit Anfängerinnen tanzen würde. Nur würde ich dafür vielleicht eher eine Tanda mit nicht zu schnellen, rhythmischen Canaro Tangos, oder etwas vergleichbares, wählen, so dass die Tanda für die Dame und für mich angenehm ist.

Auch langsamere Milongas halte ich übrigens durchaus für „anfängertauglich“. Die meisten Damen kommen dabei erfahrungsgemäß gut mit, obwohl viele es sich oft am Anfang gar nicht recht zutrauen.

Bei manchen Damen, denen ich öfters auf Milongas begegne, weiß ich auch schon, zu welcher Musik wir am schönsten zusammen tanzen können, und lade dann entsprechend ein.

Ja, und manchmal passiert es, dass ich eine Dame treffe, mit der es sich an einem Abend besonders schön tanzen lässt, wo alles passt, und beide das auch gleichermassen so empfinden. In so einem Fall erlaube ich mir, diese Dame, so sie denn will, auch öfters zum Tanzen einzuladen, obwohl ich normalerweise immer versuche mit möglichst vielen verschiedenen Damen zu tanzen, wenn ich nicht in Begleitung auf einer Milonga bin.

Ich will nicht behaupten, dass Aussehen keine Rolle spielt. Immerhin erfolgt der erste Kontakt mit den Augen (außer eine Dame mit einem wirklich betörendem Parfüm würde hinter meinem Rücken vorbeischweben. -)

Eine Dame die mir überhaupt nicht gefällt, die auf mich unsympathisch wirkt, würde ich wahrscheinlich nicht auffordern. Aber wichtiger als Aussehen oder Alter sind die Dinge, die ich oben beschrieben habe, und wie sich das Tanzen anfühlt, wenn es denn soweit ist.

Noch etwas, Damen die permanent ohne Anlass und Rücksicht auf andere Tänzer oder die Musik, wilde, riskante Ganchos und Voleos fabrizieren, fordere ich auch nicht oder allenfalls sehr selten auf.

SO, das wäre meine Meinung zu diesem Thema.

Und jetzt die Frage an die anderen Tangotänzer.

Nach welchen Kriterien fordert Ihr die Damen beim Tango tanzen auf? Ich bin sicher, dass viele Tangotänzerinnen das gerne wüssten. Also sagt Eure Meinung dazu…

 

P.S. Noch eine formale Sache: Damen die keine Tanzschuhe anhaben (egal ob elegant oder sportlich) signalisieren damit, dass sie nicht tanzen wollen, und ich fordere sie daher auch, normalerweise, nicht auf.

 

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Salva

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Wenn Tango tanzen wirklich so leicht ist, wie Du sagst, wozu brauche ich dann einen Tangokurs?

Wenn Tango tanzen wirklich so leicht ist, wie Du sagst, wozu brauche ich dann einen Tangokurs?

Tangokurs La Rogaia 2014, Ariadna Naveira und Fernando Sanchez, Tangourlaub, Tangoworkshop

Wenn Tangotanzen wirklich so leicht ist, wozu brauche ich dann einen Tangokurs?

Einer der Sätze den die Teilnehmer unserer Tangokurse immer wieder von mir hören: „Tangotanzen ist leicht, wenn Ihr es Euch leicht macht“

Wenn Du meine Artikel in diesem Blog gelesen hast, dann hast Du sicherlich auch mitbekommen, dass ich immer wieder sage: „Tanzt einfach. Macht keine aufwändigen Sachen. Figuren sind nicht so wichtig.“

Da mag sich für manche die Frage stellen: Wenn das alles so einfach ist, wozu brauche ich denn überhaupt einen Tangokurs? Kann ich Tango nicht auch alleine, einfach durch Üben lernen?

Werden jetzt also schlagartig alle Tangolehrer arbeitslos?

 

Aber nein! Denn natürlich habe ich darauf einige Antworten auf Lager.

Fast jeder der versucht auf eigene Faust Tangotanzen zu lernen, wird schnell feststellen, dass er oder sie bald an die eigenen Grenzen kommt, an den Punkt wo es nicht weitergeht, wenn einem keiner sagt, wie es gemacht wird.

Man braucht normalerweise sehr viel länger, bis man sich sicher auf der Tanzfläche bewegt. Für die Männer gilt das noch in sehr viel stärkerem Maße als für die Frauen. Ihr vergeudet also wertvolle Zeit bevor Euch das Tanzen so richtig Spaß macht (und Zeit ist, wie Ihr wisst, eines der Güter, die wir nicht unbegrenzt zur Verfügung haben)

Das Problem mit der Selbstwahrnehmung: Ihr denkt vielleicht, dass Ihr eine gute Haltung habt, dass Ihr elegant geht, dass Ihr die Beine streckt und richtig schöne Schritte macht. Aber von außen sieht das oft ganz anders aus. Der Kopf des Herrn sackt ins Dekolleté der Dame, der Kopf der Dame weicht nach hinten aus und verursacht so eine schmerzhafte Rückenhaltung im Hohlkreuz. Die Beine sind so gebeugt, dass bei jedem Schritt die Knie der Tänzer aneinanderstossen…

Mögliche Fehler gibt es viele, und Ihr bemerkt sie gar nicht, weil Ihr Euch nicht selber beim Tanzen seht…

Da ist natürlich ein Tangolehrer gefragt, der weiss was er tut, und Euch entsprechend korrigieren und auf diese Weise helfen kann.

Es stimmt nämlich wirklich. Die richtige Haltung und Schritttechnik sind schon die halbe Miete. Und wenn Ihr die beherrscht, geht das Tangotanzen sooo viel einfacher. Aber wie gesagt, man weiß nicht, was man nicht weiß, und Ihr lernt viel schneller und leichter, wenn Euch Euer Tangolehrer dazu kompetent Rückmeldung gibt.

Ein weiterer Fehler, den viele Tänzer machen, unabhängig davon, ob sie erst anfangen oder schon länger tanzen: sie arbeiten zuviel beim Tanzen. Aber sie merken es nicht, und machen sich dadurch ihr Tangotänzerleben unnötig schwer.

Zu viel Arbeit beim Tanzen gehört zu den Dingen, die Ihr normalerweise nicht selber bemerkt. Klar, Ihr spürt schon (hoffentlich) dass irgendwas nicht rundläuft, aber Ihr wisst nicht, wo das Problem liegt.

Ein guter Tangolehrer sieht das aber von außen, und spürt es wenn er mit Euch tanzt.

Tangoreisen La Rogaia Osterferien 2013, Tango tanzen lernen und entspannen im Tangokurs mit Brigitta Winkler

Ein guter Tangolehrer sieht, wo es nicht rundläuft, und hilft Euch all die kleinen und größeren Probleme zu lösen. Alleine ist das fast unmöglich.

Ein Problem also, dass mit Hilfe eines Lehrers in einem Kurs relativ leicht zu beheben ist (Gut, bei manchen dauert es ein wenig länger, bis sie wirklich verstanden haben, dass Tango nicht Schwerstarbeit zu sein braucht, aber die meisten machen sehr schnell Fortschritte, wenn sie es überhaupt erstmal gesagt und gezeigt bekommen).

Dies alles sind Dinge, die die allermeisten nicht alleine lernen / können, für die ihr die beständige Rückmeldung von außen braucht, von jemandem der all die kleinen und größeren Fehler sieht und Euch gleich und mit Sachverstand Rückmeldung gibt.

Leider können und tun das nicht alle Tangolehrer. Aber wenn Ihr einen Tangolehrer findet, der das kann, lohnt sich ein Kurs allemal, und ist leicht alles an Zeit (und natürlich auch Geld) wert, was Ihr in den Kurs investiert.

 

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Willst Du wissen, was sich Tangotänzerinnen von ihren Partnern wünschen, und was einen Mann in den Augen der Damen zu einem guten Tangotänzer macht?

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So, hier kommt meine kurze Zusammenfassung der Umfrage.

Natürlich ist diese Umfrage nicht repräsentativ nach wissenschaftlichen Standards, aber im Wesentlichen ist hier alles genannt worden, was ich in meinem Tangoleben von Tänzerinnen gehört habe.

Was ist also wichtig für alle Tangotänzerinnen?

  • Gepflegtes Äußeres und persönliche Hygiene
  • Respekt vor den Tanzpartnerinnen (Dazu gehört natürlich auch schon Punkt 1)
  • Einfühlungsvermögen
  • Der Tanzpartnerin zugewandt sein
  • Die Dame nicht als „Tanzsportgerät“ verstehen
  • Musikalisches Tanzen
  • Kein Dozieren auf der Tanzfläche um „der Dame zu erklären, wie es richtig geht“
  • Humor
  • Der Tanzpartnerin das Gefühl von Sicherheit geben, so dass sie sich der Führung / den Einladungen des Herrn anvertrauen kann
  • Freundlichkeit
  • Höflichkeit / gutes Benehmen
  • Kein Vorführen des Figurenrepertoires, welches man (mehr oder weniger) beherrscht, egal ob die Dame das kann oder will
  • Leidenschaft /Energie (Da sollte man aber fein dosieren. Damen mögen weder von einem Tänzer hin-und- her gezerrt werden, noch macht es Spaß mit einem luschigen, kraft- und saftlosem Mann zu tanzen)

Manche dieser Dinge überschneiden sich natürlich. Alle schriftlich eingesandten, ausführlichen Beiträge dazu könnt Ihr hier lesen:  Was erwarten Damen von einem guten Tangotänzer.

Viele interessante Dinge sind dabei angesprochen worden.

Interessant ist aber auch, was  überhaupt nicht angesprochen / gewünscht wurde.

Bei all den Dingen, die sich Tangotänzerinnen von den Herren erwarten, „fehlt“ nämlich Eines vollständig. Und wahrscheinlich wird das viele Tänzer erstaunen.

Keine einzige Dame hat sich nämlich gewünscht, dass die Herren mehr Schritte, Figuren, Schrittsentenzen machen.

Offenbar ist das für die allermeisten Damen überhaupt nicht wichtig.

Interessant ist das deswegen, weil die meisten Tangotänzer, mit denen ich rede, glauben, dass sie möglichst viele Figuren können und tanzen müssten, um den Tanz für die Damen interessant zu machen.

Ich weiß auch, dass sich viele Herren genau deswegen sehr viel Stress machen, und sich als Tänzer nicht wirklich gut und komplett fühlen, wenn sie nur wenige Figuren beherrschen.

Dazu kann ich nur sagen, vergesst es!

Wenn Ihr wirklich noch einen Beweis dafür braucht, dass Figuren für die Damen vergleichsweise unwichtig sind, lest, was diese von einem guten Tangotänzer erwarten.

 

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Tango Vals, Vals Cruzado*, Vals Criollo*²

sind verschiedene Begriffe für denselben Tanz, einen Walzer der weitgehend mit Tangoschritten getanzt wird.

Hier ein Beispiel für einen Tangowalzer, getanzt von Filippo Avignonesi und Anna Jegorova bei der Abschlußmilonge ihres Tangoworkshops in der Villa La Rogaia. Im Anschluß daran tanzen sie einen Tango.

Obwohl die Schritte ähnlich sind, ist doch der Charakter der beiden Tänze völlig unterschiedlich.

Im Gegenatz zum Wiener Walzer werden beim Tango Walzer normalerweise nicht alle drei Taktschläge des ¾ Taktes getanzt. Vielmehr tanzt man meistens auf dem betonten ersten Taktschlag, der 1 von 1-2-3.

Das liegt daran, dass sich der Tangowalzer ursprünglich in erster Linie aus den französischen Musette Walzern entwickelt hat, welche Argentinier, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Paris, damals die Kulturmetropole der Welt, reisten, von dort mitbrachten.

Die Musettewalzer waren zum einen schneller, als die Wiener Walzer, so dass es anstrengender war, alle drei Taktschläge, 1-2-3, zu tanzen.

Zum anderen ergab es sich wohl beim Tanzen in den Conventillos, den Mietskasernen von Buenos Aires, das die Tänzer unwillkürlich Tangoschritte mit Walzerschritten vermischten, weil sie die Tangoschritte gewohnt waren.

Natürlich ist es auch erlaubt, alle drei Taktschläge zu tanzen, und manchmal spielen die Tangoorchester auch drei Taktschläge mit annähernd gleicher Betonung.

Das ist aber doch recht schnell, und wäre für die ganze Dauer eines Tango Walzers auch ziemlich schweißtreibend und eher langweilig.

Häufiger kommt es vor, dass die sogenannte „Sincopa“ gespielt und getanzt wird. Das heißt, dass beispielsweise der erste und zweite Taktschlag 1 – 2 getanzt wird, während der dritte Taktschlag „stumm“ bleibt, also nicht getanzt wird.

Ein typisches Muster wäre dabei 1- (2 – 3) / 1- (2 – 3) / 1 – 2 (3) / 1… Die (Klammer) wird nicht getanzt.

Möglich wäre auch, den ersten und dritten Taktschlag zu tanzen 1- (2 – 3) / 1- (2 – 3) / 1 – (2) 3 / 1…

Welcher Schlag, außer der 1 betont wird, kommt darauf an, was das Orchester spielt. Am Anfang ist das nicht immer so leicht zu hören. Wichtig und fürs erste ausreichend, ist die 1 zu hören und zu tanzen. Wenn man dann ab und zu einen schnelleren Schritt an die 1 anfügt, macht man meistens nichts grob falsch, solange man danach wieder die 1 findet

Der Charakter des Tangowalzers ist eher heiter, beschwingt, mit flüssigen, runden, Bewegungen. Lange Pausen, wie beim Tango, gibt es beim Tango Walzer vergleichsweise selten.

Das heißt aber nicht, dass man ohne Punkt und Komma, wie blöde durchtanzt. Wie Tango und Milonga auch, ist der Tango Walzer  in Phrasen eingeteilt, wie Sätze in einem Text.

Bei jedem Komma gibt es eine kurze Pause, nach jedem Punkt eine ein klein wenig längere Pause. Diese Pausen, so kurz sie auch im Vergleich zum Tango sind, solltet ihr auch tanzen.

Hier noch ein Beispiel vom Tangoworkshop mit Filippo Avignonesi und Candela Ramos in der Villa La Rogaia.

* Woher der Begriff „Vals Cruzado“ kommt, ist nicht ganz klar. Manche sagen, dass er sich darauf bezieht, dass man beim Tango Walzer oft umeinander herum tanzt, und dabei in Relation zum Tanzpartner, viele gekreuzte Schritte macht.

Andere meinen, dass der Begriff daher kommt, dass man den ursprünglich europäischen Walzer auf argentinische Weise abgewandelt hätte und er dadurch „gekreuzt“, also etwas seltsam oder „schräg“ (das kann „cruzado“ auch heißen), also auf alle Fälle nicht dem Original entsprchend, getanzt worden wäre.

*²(sprich: Vals Crioscho, Conventischo, im argentinischen Spanisch wird Doppel – L wie“sch“ gesprochen)

Vals Criollo, kreolischer Walzer, heißt es, weil die Bewohner von Buenos Aires, oft Mischlinge teils spanischer, teils einheimischer also indianischer Herkunft waren, vor allem bei den einfachen Leute der argentinischen Unterschicht, wo der Tango entstand.

 

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So, mittlerweile haben wir ja schon einige Antworten auf meine Frage, was sich Tangotänzerinnen von einem guten Tänzer erwarten. Die Antworten findet Ihr hier.

Aber jetzt kommt die umgekehrte Frage an alle Tangotänzer:

Was erwartet Ihr Euch von einer guten Tangotänzerin?

Was sollte eine Tangotänzerin tun, oder nicht tun, damit Ihr Euch beim Tanzen wohlfühlt?

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Ich bin schon gespannt auf Eure Antworten, und wahrscheinlich sind es die Tangotänzerinnen auch…

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Wenn ich mit Tangotänzerinnen spreche, habe ich oft den Eindruck, dass deren Erwartungen an ihre Tanzpartner ganz andere sind, als diese glauben.

Deshalb heute die Frage an alle Tangotänzerinnen:

Was erwartet Ihr Euch von einem guten Tangotänzer?

Was sollte ein Tangotänzer tun, oder nicht tun, damit Ihr Euch beim Tanzen wohlfühlt?

Welche Tangotänzer sind für Euch die Besten?

Ich bin schon gespannt auf Eure Antworten, und vielleicht sind es andere Männer auch…

 

Schreibt einfach in das Kommentarfeld Eure Meinung dazu.

Argentinischer Tango, das Wundermittel für Parkinson?

Argentinischer Tango, das Wundermittel für Parkinson?

Mittlerweile ist es ja kein Geheimnis mehr, dass Tango tanzen fit und gesund hält.

Was mich aber überrascht hat, wie hilfreich Tango bei der Behandlung von an Parkinson erkrankten Menschen sein kann.

Im Internet gibt es dazu jede Menge Informationen. Wie mir scheint ist Tango und Parkinson ein wichtiges Thema.

Eine Geschichte die mich besonders berührt hat, ist die der Tangotänzerin und Schriftstellerin Kate Swindlehurst. Schaut Euch dazu den kurzen Dokumentarfilm „Dancing with Parkinson’s“ von Marie Vejvodova an. Er ist auf Englisch aber ohne große Probleme verständlich.

Wie ich finde, ein sehr tröstlicher und ermutigender Film. Viel Spaß dabei.

 

Hier noch der Link zu einem Artikel in der „Welt“ über die positiven Auswirkungen des Tango tanzens auf Parkinson Patienten.

Tango soll bei Parkinson kleine Wunder wirken

Tango“nett“iquette. Wichtige Verhaltensregeln für die Milonga und den Rest des Lebens freundlich-witzig nahegebracht

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Trouvez l´erreur - Findet den Fehler! Mehr davon hier...

Trouvez l´erreur – Findet den Fehler!
Mehr davon hier Les Pas Parfaits 

(Karikaturen von Véronique Paquette)

Unter dem Titel „Les Pas Parfaits“, – „Die perfekten Schritte“ hat eine Gruppe kanadischer Tangotänzer eine Reihe von Karikaturen über das richtige Verhalten in der Milonga herausgegeben.

Die Texte, soweit es welche gibt, sind Französisch aber man kann alles auch ohne Worte sehr gut verstehen. Also begebt Euch auf die „Fehlersuche“ und amüsiert euch dabei.

Und vielleicht erkennt Ihr ja das ein oder andere wieder.

 

 


Mirada und Cabeceo für Männer

Mirada und Cabeceo für Männer.

Auch unter Männern kann man sich mit Mirada y Cabeceo verständigen

Auch unter Männern kann man sich mit Mirada y Cabeceo verständigen

Nein, ich will hier keine Anleitung zum Auffordern für Queer Tango geben.

 

Das ist auch nicht nötig, weil Auffordern mit Mirada und Cabeceo zwischen Männern genauso funktioniert, wie beim Auffordern zwischen Männern und Frauen oder, der Vollständigkeit halber, zwischen Frauen.

Was ich allen Männern, oder wer auch immer die Rolle des Führenden übernimmt, nahelegen möchte, ist etwas anderes.

Dazu will ich etwas beschreiben, was mir (aber sicher nicht nur mir) auf Milongas oft passiert.

Die Tanda hat bereits angefangen, ich tanze mit meiner Dame nett am Rand der Tanzfläche entlang, ich sehe, dass ich Platz habe, will gerade zu einem größeren, beschwingten Schritt ansetzen…

Plötzlich schießt vor mir ein anderes Paar von außen auf die Tanzfläche. Wie ein Lastwagen, der ohne Rücksicht auf Verluste, mit Vollgas aus einer Hofeinfahrt fährt. Ohne zu schauen, ob jemand kommt, ohne zu schauen, ob man vielleicht jemand in den Weg läuft.

Ich muss meine Dame abrupt in der Bewegung bremsen und kann froh sein, wenn ich sie einigermassen rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Vollends kritisch wird es, wenn das Paar hinter mir auch beschwingt nach vorne drängt, und mir plötzlich auf den Hacken steht.

Das Paar, welches sich vor mir auf die Tanzfläche gedrängt hat, hat von allem nichts mitbekommen und wird wahrscheinlich auch in vielen anderen Situationen nichts mitbekommen.

Zur Harmonie auf der Tanzfläche trägt das natürlich nicht bei.

Dabei könnte es so einfach sein.

Ein kurzer Blick auf die Tanzfläche und Du siehst ob Platz ist oder ob Du noch warten musst.

Ein kurzer Blick auf die Tanzfläche und Du siehst ob Platz ist oder ob Du besser noch warten soltest. Such den Blickkontakt. Gut möglich, dass Dir ein anderer Tänzer „Vorfahrt“ lässt.

Der Herr der seine Dame auf die Tanzfläche führt, könnte, bevor er diese betritt, einen Blick in die Runde werfen und schauen, ob Platz ist, ob sich ein anderes Paar nähert…

Falls ja, könnte er Blickkontakt mit dem Herrn dieses Paars aufnehmen, der ja, wie wir alle wissen, für die Navigation verantwortlich ist. Per Blickkontakt können die beiden sich ohne Worte absprechen.

Falls der Herr des anderen Paars so in die Musik, seine Gedanken oder das Dekolleté seiner Tanzpartnerin versunken ist, dass er gar nichts mehr sieht, wartet Mann bis das Paar vorüber ist (ohnehin sicherer, man will ja nicht in der Nähe eines Paares tanzen, dessen Herr nicht auf den Tanzfluß der anderen achtet) .

Auch die Damen schätzen es, wenn ihre Tanzpartner sie sicher über die Tanzfläche geleiten

Auch die Damen schätzen es, wenn ihre Tanzpartner Kontrolle über das Geschehen auf der Tanzfläche haben und sie sicher geleiten.

Ist dann immer noch wenig Platz probiert er sein Glück beim nächsten Paar. Keine Sorge! Irgendwann gelingt der sichere Einstieg in die Ronda.

„Mirada y Cabeceo“, also „Blicken und Nicken“ funktioniert also nicht nur bei der Aufforderung zum Tanz sondern in vielen anderen Situationen unseres Lebens.

Allerdings nur, wenn „Mann“ nicht blind auf oder über die Tanzfläche und schlimmstenfalls auch den Rest des Lebens rennt.

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